Zehntausende Polizisten im Sondereinsatz

Aufstände in Frankreichs Großstadt-Vororten_ Macron ruft Krisenstab ein

Seit Tagen mehreren gibt in zahlreichen Großstadt-Vororten Frankreichs Aufstände und Gewaltausbrüche. Die Szenen erinnern an einen Bürgerkrieg. Der Präsident beruft einen Krisenstab ein.

Die Integration ist gescheitert. Frankreichs Parallelgesellschaften erproben den Aufstand. In vielen Großstadt-Vororten (Banlieus genannt) herrschen Migrationsmilieus und hohe Arbeitslosigkeit gepaart mit hoher Kriminalität. Die Milieus gleichen immer mehr den Ghettos in US-Großstädten.

Der Vorfall von Beginn der Woche, bei dem ein Jugendlicher von der Polizei erschossen wurde, ist der Anlass für die erneuten Unruhen, die in regelmäßigen Abständen immer wieder Frankreichs Problemviertel heimsuchen. Auch die Szenarien erinnern stark an Zustände in den USA.

Nun sind seit Tagen rund 40.000 Polizisten in Sondereinsätzen tätig. Allein rund 5.000 in den Vororten von Paris. Die anderen vor allen in Marseille, Lyon, Pau, Toulouse und Lille. Die versuchten, die Ordnung wieder herzustellen. Doch mit mäßigem Erfolg.

Nun muss Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den Krisenstab einberufen [siehe Bericht »n-tv«]. Frankreichs Premierministerin Elisabeth Borne sprach von »unerträglichen und unentschuldbaren« Ausschreitungen.

Es gab über 600 Festnahmen. Über 200 Polizisten wurden verletzt. Unzählige Autos brannten, zahlreiche Geschäfte zerstört, Barrikaden errichtet, Brände gelegt. Banden schießen mit scharfen Waffen um sich. Das Land ist de facto im Ausnahmezustand. 

Sven von Storch

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