Drittwichtigstes Herkunftsland von Asylbewerbern

Asyl in Deutschland_ Problem mit Nigeria

Nigeria hat rund 200 Millionen Einwohner. In Deutschland steht es zurzeit als Herkunftsland von Asylbewerbern an dritter Stelle. Zwar werden meisten Anträge abgelehnt, allerdings werden nur rund zwei Prozent der Abgelehnten abgeschoben.

Wie »Welt-Online« berichtete, ist Nigeria inzwischen das drittwichtigste Herkunftsland von Asylbewerbern. Im Jahr 2017 wurden 7.811 Asylanträge von Nigerianern gestellt. 2018 stieg die Zahl auf 10.168 Anträge. Und allein im Januar 2019 waren es bereits 1.248 Anträge – in nur einem Monat!

Die meisten Antragsteller sind illegal eingereist. 2017 und 2018 wurden vom BAMF mehr als 36.000 Asylanträge von Nigerianern bearbeitet, das beinhaltet auch die Zahl der Asylbewerber, die früher kamen und noch aus den Vorjahren auf ihren Asylbescheid warten. Von diesen rund 36.000 erhielten nur 79 Nigerianer Asyl. 2.291 einen Flüchtlingsschutz und 402 subsidiären Schutz. 3.057 erhielten indirekten Schutz durch Abschiebungsverbot.

Die anderen Anträge wurden abgelehnt. Doch sind die übrigen rund 30.000 wieder nach Afrika zurückgereist? Mitnichten! Nur rund zwei Prozent der abgelehnten Asylbewerber aus Nigeria wurden abgeschoben. Ein Teil wird geduldet, der andere bewegt sich illegal in Deutschland.

Die geringe Abschiebungsquote bei abgelehnten nigerianischen Asylbewerbern ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass fast alle Nigerianer (über 90 Prozent) ohne Pass oder vergleichbare Identitätsdokumente nach Deutschland kommen.

Sven von Storch

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