Wie »n-tv« berichtet, plant Russland plant, seinen nuklearen Schutzschild zu erweitern. Der Grund dafür seien laut Alexej Lichatschow, Chef der staatlichen Atombehörde Rosatom, laut einer amtlichen Nachrichtenagentur die »riesigen Bedrohungen« für die weltweit größte Atommacht.
Atomare Abschreckung sichere Russlands Souveränität
Lichatschow betonte: »Der nukleare Schutzschild, der zugleich ein Schwert darstellt, sichert unsere Souveränität.« Er fügte hinzu, dass der Schutzschild in den kommenden Jahren unbedingt weiter verbessert werden müsse.
Abschreckung oder Drohung?
Die Frage, die sich stellt, ist, an wen diese Drohung und Ankündigung gerichtet ist. An das eigene Volk, um ihm das Gefühl der Sicherheit zu geben? An die Amerikaner und Europäer, um sie von einem stärkeren militärischen Engagement in der Ukraine abzuhalten? An die Ukrainer, um sie davon abzuhalten, russisches Territorium zu beschießen?
Erinnerungen an den Kalten Krieg werden wach
Nachdem die USA begonnen haben, ihre Atomwaffen zu erneuern und zu modernisieren, will Russland nun auch die atomare Abschreckung ausbauen. Die Welt befindet sich in einem neuen Kalten Krieg der Aufrüstung. Es dreht sich nun wieder die Spirale wechselseitiger Abschreckung durch Nuklearwaffen.
Am Ende des Kalten Krieges waren die Europäer froh, dass die Rüstungsspirale beendet war
Nach der Perestroika von Michael Gorbatschow und der Auflösung des Warschauer Paktes freute sich die Welt über Abrüstung und das Ende der nuklearen Bedrohung. Doch diese Bedrohung war nie weg. Sie ist eigentlich sogar schlimmer geworden, wie Experten erklären, weil Massenvernichtungswaffen sehr viel mehr verbreitet sind als früher.
Doch nun kommt der klassische Rüstungswettlauf zwischen Ost und West wieder hinzu. Die Gefahr eines Atomkrieges ist heute mindestens ebenso hoch wie auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges.


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