Am Montag hat der Iran seine Vergeltungsschläge durchgeführt. Nach einer kleinen Attacke von Milizen in Syrien gab es iranische Angriffe auf eine US-Militärbasis in Katar [siehe Bericht »t-online«].
Das Regime in Teheran hat nach eigenen Angaben als Vergeltung für die Bombardierung seiner Atomanlagen den US-Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar mit ballistischen Raketen angegriffen [siehe Bericht »New York Times«].
Die Operation »Verheißung des Sieges« habe begonnen, tönte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna in ihrer Propaganda-Sendung.
In Doha, der Hauptstadt von Katar, sollen zwei Minuten lang Explosionen zu hören gewesen sein. Auch Drohnen wurden gesichtet.
Der Iran setzte wohl symbolisch genau 14 Raketen ein, die gleiche Zahl wie die USA bei ihrem Angriff.
Laut iranischen Angaben soll auch eine US-Basis im Irak angegriffen worden sein. Doch das Pentagon meldet, dass es keinen Angriff dort gegeben habe.
Nach Angaben aus dem Pentagon soll es keine US-amerikanischen Opfer in Katar und im Irak gegeben haben.
Mit Katar abgesprochen? Gab es Vorwarnungen?
Die Art und Weise des Angriffes sowie die Tatsache, dass der Iran vorab Warnungen an die Behörden von Katar gegeben hat und die US-Amerikaner nicht ganz unvorbereitet waren, deutet darauf hin, dass dieser Gegenschlag eher symbolisch war und zur Propaganda vor der eigenen Bevölkerung dient. Denn der Schaden wurde bewusst so gering wie möglich gehalten.
Es sieht so aus, dass der Iran zwar einerseits Stärke und Reaktionsfähigkeit demonstrieren muss, um vor seinen islamischen Anhängern weltweit sein Gesicht nicht zu verlieren, aber andererseits kein Interessen daran hat, die USA allzu sehr zu einem Gegenschlag zu reizen.


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