Industrie und Verbraucher reagieren verzweifelt auf die Pläne der Ampel-Koalition: Wie soll ausreichend Strom generiert werden, wenn Deutschland 2030 nicht nur ohne Kernkraft, sondern auch ohne Kohlestrom dasteht? Und wenn gleichzeitig die vielen E-Autos ans Netz sollen?
Abgesehen davon, dass der Ausstieg aus der Braunkohle besonders im Osten rund 75.000 Menschen das Einkommen kosten könnte, so ist bislang immer noch nicht geklärt, wie die Lücken in der Stromversorgung geschlossen werden sollen.
Die »Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie« (IG BCE) hat inzwischen die Pläne der Ampel-Koalition zu einem früheren Kohleausstieg in Jahr 2030 als Symbolpolitik kritisiert. Es sei vollkommen unklar, wie das realistisch umgesetzt werden könnte.
Als einzige Lösung wird bisher angestrebt, alternative Energien wie Solar- und Windkraft massiv auszubauen. Die Rückkehr zur Kernkraft wird nicht angestrebt. In Frankreich sieht es anders aus. Dort setzt man weiterhin auch in Zukunft auf die Kernkraft.
Damit lässt sich schon jetzt voraussagen: Deutschland wird zum großen Energieimporteur werden und von anderen Ländern noch mehr abhängig werden. Oder aber der Strom wird schier unbezahlbar.


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