Für Xi Jinping sind die wirtschaftlichen Interessen vorrangig. Das hat er bei dem Besuch des Bundeskanzlers Olaf Scholz wieder betont. Deutschland ist immer noch nach den USA, China und Japan auf dem vierten Platz in Bezug auf das Gesamtvolumen des Bruttoinlandproduktes (Stand der Zahlen von 2022).
Es gibt in der Wirtschaft klare Interessen, die sich überschneiden: China will seine E-Autos in Europa verkaufen. Deutschland will seine Marktanteile in China möglichst halten. Man möchte Kooperation.
Politisch sieht es anders aus: Die Ampel-Regierung möchte, dass China sich stärker gegen Russland positioniert. China liefert immer noch Industriegüter nach Russland, die sich dort in Waffen verbauen lassen.
Doch an Xi Jinping prallten die Forderungen von Scholz ab. China verbittet sich Belehrungen und Einmischungen in politische Angelegenheiten. Xi Jinping sprach davon, dass man sich lieber auf Gemeinsamkeiten konzentrieren solle.
Im Grunde verlaufen diplomatische Visiten seit der Merkel-Regierung immer gleich ab: Deutschland versucht China zu belehren, China weigert sich, sich belehren zu lassen. Erst recht von einem Land wie Deutschland.
Am Ende war schon allein durch die Art des Empfanges und durch die Körpersprache beider Persönlichkeiten klar geworden, wer ein souveränes Land vertritt und wer ein Getriebener globalistischer Interessensgruppen ist.


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