Lima-Gruppe und USA wollen Nicolas Maduro vor den Internationalen Gerichtshof bringen

Amerikanische Staaten der Lima-Gruppe werfen Maduro Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotà trafen sich die Vetreter der Staaten der sogenannten Lima-Gruppe und der US-Vize-Präsident Mike Pence. Wichtiges Thema war Venezuela. Sie werfen dem Maduro-Regime Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotà trafen sich die Vertreter der Staaten der sogenannten Lima-Gruppe, zu der die lateinamerikanischen Länder Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Mexiko, Panama, Paraguay, Peru, Guyana sowie der Karibikstaat St. Lucia und Kanada gehören. Ebenfalls vertreten waren die USA, vertreten durch Vize-Präsident Mike Pence. Die Lima-Gruppe erklärte volle Unterstützung des selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Dieser war ebenfalls in Bogotà anwesend.

Die angesprochenen Staaten setzten sich für ein internationales Gerichtsverfahren gegen das Regime des umstrittenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ein. Nicolas Maduro soll vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden [siehe Berichte »Welt-Online«].

Der UN-Menschenrechtsrat in Genf solle eine unabhängige Experten-Kommission bilden, um die Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen. Der US-amerikanische Außenminister Mike Pompeo geht davon aus, dass Nicolás Maduro bald abdanken muss. »Ich bin zuversichtlich, dass das venezolanische Volk dafür sorgen wird, dass Maduros Tage gezählt sind«, sagte Pompeo in einem Interview des Senders »CNN«.


Auf besonderes Unverständnis stieß die Aktion der venezolanischen Armee an den Grenzen, die teilweise die Hilfsgüter mit Nahrungsmitteln und Medikamenten angezündet hat und verbrennen ließ [siehe Bericht »Handelsblatt«]. Experten gehen mittlerweile davon aus, dass es zu einem Bürgerkrieg im Lande kommen könnte. Denn die Bevölkerung ist angesichts dieser Verbrennungen und Zerstörungen empört und greift mittlerweile wutentbrannt auch Armeeeinheiten und Sicherheitskräfte an.

Sven von Storch

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