Greta Thunberg will in die USA. Doch was erwartet sie dort?

Amerikaner freuen sich über neue Jobs_ Das CO2-Thema ist zweitrangig

Greta Thunberg will mit einem Boot über den Atlantik nach Amerika, um den neuen Kontinent die frohe CO2-Botschaft zu bringen. Doch dort wird sie auf eine andere Stimmung stoßen. Die Amerikaner wollen zuvorderst weiteren Aufschwung und mehr Jobs. Daher ist Trump auch so beliebt.

Die Stimmungsmache in manchen etablierten US-Mainstream-Medien entspricht nicht der Grundstimmung der meisten US-Amerikaner. Die Themen Klimawandel und CO2 sind dort zweitrangig. Erstrangig ist der Wunsch nach einer Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Amerikaner wollen mehr gutbezahlte Jobs. Und unter Donald Trump läuft es so gut wie lange nicht mehr. Die USA erleben einen boomenden Arbeitsmarkt und eine wachsende Konjunktur. Deshalb kann sich Trump auch so guter Umfragewerte erfreuen.

Daher ist anzunehmen, dass der Auftritt von Greta Thunberg in den USA nicht dieselbe Wirkung entfalten wird wie in Europa [siehe hierzu auch Kolumnen-Kommentar in der »Welt«]. Die USA erleben gerade die längste wirtschaftliche Aufschwungphase seit langem.

Viele Amerikaner hoffen, dass es so weitergeht und noch mehr Menschen am Aufschwung partizipieren können. Botschaften, die von den Amerikanern Sparsamkeit und Zurückhaltung fordern, sind nicht bei allen willkommen. Vor allem, nachdem so viele nach der Wirtschaftskrise ins Elend gefallen sind und sich nun endlich wieder nach oben arbeiten wollen.

Sven von Storch

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