Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will auf eine Kanzlerkandidatur verzichten. Auch den CDU-Vorsitz will sie noch in diesem Jahr abgeben [siehe Berichte »Spiegel«, »Tagesschau.de«]. Zum Sommer will sie den Übergang vorbereiten, den Parteivorsitz abgeben und schließlich die neue Kanzlerkandidatur mit organisieren helfen. Diesbezüglich hatte sie sich im CDU-Präsidium geäußert.
Zu den Gründen gehört wohl auch die Entwicklung in Thüringen. Oder sie war zumindest der Auslöser. Denn Kritik an Annegret Kramp-Karrenbauer hagelte es schon seit Monaten. Sie fiel durch unglückliche Büttenreden auf, konnte sich nicht als Verteidigungsministerin verkaufen, wurde oft wegen ihrer unüberlegten und nicht abgesprochenen außenpolitischen Alleingänge angegangen und schnitt bei Umfragen regelmäßig schlecht ab.
Verteidigungsministerin soll sie allerdings bleiben: Wie es aus Presseberichten heißt, soll sich das Angela Merkel gewünscht haben. Wie geht es mit der CDU jetzt weiter? Viele glauben, dass nun die Stunde von Friedrich Merz gekommen sei.


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