Bundeswehreinsatz in Libyen? Für AKK alles denkbar

AKK redet wieder über militärisches Engagement Deutschlands

Wie Ursula von der Leyen scheint Annegret Kramp-Karrenbauer nur noch für ein internationales Publikum zu sprechen und empfiehlt bei jeder Gelegenheit den Einsatz deutscher Bundeswehrsoldaten. Ein Kommentar.

Die Konferenz in Berlin hatte noch nicht begonnen, und schon redete Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer schon wieder über mögliche militärische Einsätze der Bundeswehr in Libyen [siehe Bericht »Focus«, »Zeit«].

AKK ist eine überzeugte Wiederholungstäterin — wie ihre Vorgängerin Ursula von der Leyen. Die hatte auch immer wieder von möglichen Bundeswehreinsätzen gesprochen. Zu wem reden diese Personen eigentlich? Wessen Interessen vertreten sie eigentlich, wenn sie sich auf der internationalen Bühne immer vordrängen und die Bundeswehr senden wollen? Ist es im Interesse der deutschen Bürger und der deutschen Steuerzahler, wenn die Bundeswehr auf allen Bühnen und Kriegsschauplätzen dieser Welt mitmischen muss? Wurde darüber abgestimmt? Interessiert Annegret Kramp-Karrenbauer oder Ursula von der Leyen überhaupt noch die Meinungslage der deutschen Bürger? Oder wollen sie sich nur auf der internationalen Bühne empfehlen?

AKK hat für ihren erneuten Vorstoß viel Kritik bekommen. Kein Wunder, war er doch, wie so oft, nicht abgesprochen und völlig übereilt, denn die Konferenz in Berlin hatte noch nicht einmal angefangen.

Sven von Storch

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