Ökonom schlägt Kürzung der Lohnfortzahlung auf 80 Prozent des regulären Gehalts vor

AfD_ Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist der falsche Weg

Beschäftigte in Behörden und Unternehmen fallen Berichten zufolge immer häufiger krankheitsbedingt aus. Die Krankenkassen sehen die Gründe in einem Anstieg von Krankheitsfällen wie Corona-Infektionen, Erkältungen, aber auch Depressionen oder Burn-out.

Beschäftigte in Behörden und Unternehmen fallen Berichten zufolge immer häufiger krankheitsbedingt aus. Die Krankenkassen sehen die Gründe in einem Anstieg von Krankheitsfällen wie Corona-Infektionen, Erkältungen, aber auch Depressionen oder Burn-out. Laut dem Bundesgesundheitsministerium habe die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung lediglich zu einer besseren Erfassung der Daten geführt. Politiker von CDU und FDP fordern Maßnahmen, und der Ökonom Nicolas Ziebarth schlägt eine Kürzung der Lohnfortzahlung auf 80 Prozent des regulären Gehalts vor.

Der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, René Springer, teilt dazu mit:

»In einer Zeit der steigenden Kosten und Belastungen kann man den Beschäftigten nicht mit Kürzungen drohen. Die Politik muss vielmehr die Frage nach dem ›Warum‹ stellen. Doch das führt schnell zu den größeren Baustellen der Ampelregierung: Steuer- und Abgabenlast, höhere Lebenshaltungskosten, Bürgergeld für Asyltouristen, perspektivische Altersarmut, der Verlust des Sicherheitsgefühls und so weiter.

Man darf die Folgen einer demoralisierenden Gesamtpolitik, die ebenfalls Auswirkungen auf die physische Gesundheit haben kann, nicht auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung abwälzen. Gerade der Anstieg von Depressionen und Angststörungen deutet auf ein tieferliegendes Problem des allgemeinen Zustands unserer Gesellschaft hin. Ein Zustand, der aus Sicht der AfD-Fraktion nicht mit der Androhung von gekürzten Lohnfortzahlungen verbessert werden kann.«

Sven von Storch

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