Im Jahr 2026 finden in Deutschland mehrere Landtagswahlen statt: Am 8. März in Baden-Württemberg, am 22. März in Rheinland-Pfalz, am 6. September in Sachsen-Anhalt, am 20. September in Berlin (Abgeordnetenhauswahl) und im Herbst, voraussichtlich am 20. September, in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Wahlen sind für über ein Viertel der deutschen Bevölkerung relevant und dienen als wichtiger Indikator für die Bundespolitik.
Wird es in Ostdeutschland bald einen AfD-Ministerpräsidenten geben?
Besonders bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern besteht durchaus die Chance, dass ein AfD-Politiker den Ministerpräsidenten stellen könnte.
Bei der jüngsten Wahlumfrage in Mecklenburg Vorpommern vom 28.04.2025 erreichte die AfD 29 Prozent und ist stärkste Partei dort. Und in Sachsen-Anhalt erreichte die AfD in einer Umfrage vom 19.06.2025 einen Umfragewert von 30 Prozent. Wenn man bedenkt, wie sehr in den Sommermonaten die AfD bei bundesweiten Umfragen zugelegt hat, ist es auch sehr wahrscheinlich, dass die AfD in diesen beiden Bundesländern an Zustimmung gewonne hat.
68 Prozent der Bundesbürger rechnen damit, dass es 2026 einen ersten AfD-Ministerpräsidenten geben wird
In einer INSA-Umfrage für die »Bild am Sonntag«, über die auch die »Welt« berichtet hat, gehen 68 der befragten Bürger davon aus, dass es im nächsten Jahr, also 2026, einen ersten AfD-Ministerpräsidenten geben wird. 43 Prozent glauben, dass es wohl einer schaffen wird, 25 Prozent glauben, dass es sogar zwei oder mehr werden können.
40 Prozent der Bürger sind gegen die Brandmauer
Der Umfrage zufolge sind mittlerweile 40 Prozent der Bürger gegen die Brandmauer, allerdings noch 47 Prozent für die Brandmauer. Das ist jedoch ein bundesweiter Wert. In Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt könnten diese Werte anders ausfallen.
Aber vielleicht braucht die AfD ja keine Brandmauer?
Sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch in Sachsen-Anhalt ist es nicht auszuschließen, dass die AfD noch einmal kräftig zulegt und vielleicht sogar über 40 Prozent erreichen könnte. Dann wäre die Frage der Brandmauer erledigt. Vor allen, wenn Unionswähler begreifen, dass ihre Stimme für die CDU eine schwarz-rote Koalition mit SPD oder BSW oder Linke bedeuten könnte und wieder alles beim Alten bleibt, könnte dies zu einem Umdenken führen und mehr Wähler aus dem bürgerlichen Lager zur AfD treiben.
Die Stimmung zeigt: Man traut der AfD alles zu, auch an die Regierung zu kommen
Klar ist, dass die Mehrheit der Bürger die AfD nicht mehr als kleine Randpartei, sondern als große Partei wahrnimmt, welche über das Potenzial verfügt, eine Regierung zu bilden oder eine Regierungskoalition einzugehen.


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