In den letzten Monaten schallte es immer wieder aus Brüssel, Straßburg und Berlin, dass man es den Briten nicht leicht machen wolle, aus der EU auszutreten. Jetzt werden sie einen Bürokratie-Krieg über unzählige Details entfachen und die Forderungen immer höher schrauben. Was soll das? Soll das eine Bestrafungsaktion werden? Soll ein Exempel statuiert werden, um andere Länder von ähnlichen Schritten abzuschrecken? Was ist das für eine Institution, die solche Maßnahmen für nötig hält?
Wie aktuell Focus-Online und die FAZ berichteten, sind die Forderungen der EU an Großbritannien nochmals auf nun insgesamt 100 Milliarden Euro gestiegen. Dazu gehören anscheinend auch Gebühren für die EU-Verwaltung und Zahlungen an die Landswirtschaft - und zwar auch für die Jahre 2019 und 2020, also für eine Zeit, in welcher die Briten längst draußen sein wollen.
Kein Wunder, dass die Gespräche zwischen Theresa May und Jean-Claude Juncker für schlechte Stimmung gesorgt haben. Der Brexit nimmt nun die Züge einer Scheidung an, in welcher zum Abschied nochmal schmutzige Wäsche gewaschen wird.


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