Die obige Graphik zeigt den Anstieg der Personen in der Volksrepublik China, bei denen ärztlich die Infektion mit dem neuen Coronavirus (2019-nCoV) diagnostiziert wurde. Dies sind die Zahlen, die von den Behörden Chinas angegeben werden. Der Verlauf wirkt annähernd exponentiell, gibt aber nicht die wirkliche Infektionsgeschwindigkeit wider, sondern nur die Zahl der Diagnosen. Dies hängt auch von der Geschwindigkeit und dem Arbeitseinsatz der Ärzte ab. Die Dunkelziffer liegt sehr viel höher, denn viele Chinesen in den betroffenen Regionen sind in ihren Wohnungen isoliert. Was sich dort abspielt, bleibt größtenteils verborgen.
Zurzeit (Freitag, den 7. Februar, gegen 11 Uhr) sind 31.515 Menschen infiziert, davon 31.203 in der Volksrepublik China (ohne Hongkong und Macao). Es sind insgesamt 1.663 Menschen von der Krankheit genesen, haben das Gröbste überstanden. 638 haben es nicht geschafft und sind an ihrer Infektion gestorben. Bei allen anderen Infizierten bleibt es noch offen, wie und ob sie ihre Infektion überleben werden.
Inzwischen wird überall in China Kritik an der Behörden-Hierachie lauter. Auch Kritik an der Regierung. Immer mehr Chinesen trauen sich, über die Katastrophe zu reden. Es ist vor allem das Bemühen der lokalen Behörden, ihren vorgesetzten Institutionen gute Nachrichten zu liefern und das Gesicht zu wahren, das der schnellen Reaktion zu Beginn der Epidemie im Wege stand. Jetzt wird allerdings immer offener darüber gesprochen.
Über die weitere Verbreitung der Virusinfektion nach offiziellen Zahlen wird live auf einer speziellen Webseite der Johns-Hopkins-University berichtet.


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