Wie die »Welt« berichtete, muss die Berliner Charité alle verschiebbaren Operationen bis zum Jahresende absagen. Der Hauptgrund ist in den vielen krankheitsbedingten Personalausfällen zu verorten. Denn die Erkältungs- und Grippewellen breiten sich auch unter Ärzten, Krankenschwestern und Pflegekräften aus. Hinzu kommen die strikten Corona-Vorschriften.
Außerdem musste Personal in die Abteilungen der Kinderkliniken abgegeben werden, weil dort eine Welle des Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV) für Ansturm sorgt.
Die Ärzte der Charité wollen sich bis Ende des Jahres daher auf dringende Operationen konzentrieren. Dazu gehören Behandlungen wie zum Beispiel dringende Tumoroperationen und Transplantationen sowie die Versorgung von Patientinnen und Patienten nach Schlaganfällen und Herzinfarkten.
Es ist gut möglich, dass die Atemwegserkrankungen sich deshalb in diesem Jahr kräftig Bahn brechen, weil nach den zwei Corona-Jahren mit all den Maßnahmen und Lockdowns das Immunsystem vieler Menschen nicht trainiert und daher schwach ist.


Add new comment