Fast alle Menschen hierzulande hatten bereits Kontakt mit Grippe- und Erkältungsviren in ihrem Leben. Dabei sind auch oft verschiedene Coronaviren dabei. Das bedeutet: Viele Menschen hatten bereits Kontakt mit Coronaviren und haben eine Immunabwehr dagegen aufgebaut.
Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 ist zwar etwas anders, hat aber Gen-Sequenzen, die den anderen Coronaviren insofern gleichen oder ähneln, so dass bestimmte Abwehrzellen diese erkennen und dagegen vorgehen. Kurz: Die für die Abwehr verantwortlichen T-Zellen erkennen in den neuen Coronaviren Elemente, die sie von anderen Coronaviren her »kennen« und reagieren darauf.
Aus den USA kam bereits von zahlreichen Wissenschaftlern und Ärzten der Hinweis auf diese Kreuzimmunität. Daher gehe man davon aus, dass die Herdenimmunität wohl schneller erreicht werde, als bisher angenommen.
Dies bestätigt auch eine deutsche Studie aus Tübingen. Demnach hätte wohl 81 Prozent der Untersuchten bereits eine Immunabwehr entwickelt, die wohl auch Kontakt mit anderen Coronaviren zusammenhängt [siehe Bericht »meinbezirk.at«]. Dies deckt sich ebenfalls gut mit den Erkenntnissen aus dem Corona-Hotspot Ischgl, wo 85 Prozent der Infizierten einen milden Verlauf hätten.
Kurz auf den Punkt gebracht: Wohl mehr als 80 Prozent haben bereits eine Immunabwehr, die dazu beiträgt, dass eine Infektion mit Sars-CoV-2 entweder gar nicht bemerkt wird oder nur als milder Verlauf auftritt.


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