Der Ministerpräsident Giuseppe Conti und die italienische Regierung ziehen die Notbremse [siehe Bericht »Welt«]. Das ganze Land, von den Dolomiten bis nach Sizilien, ist jetzt zur Sperrzone erklärt worden. Das öffentliche Leben liegt still. Großveranstaltungen dürfen nicht mehr stattfinden. Schulen, Universitäten, Kindergärten und viele andere öffentliche Einrichtungen sind geschlossen.
Die Italiener sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben [siehe Bericht »Spiegel«]. Der öffentliche Nahverkehr ist nicht gestoppt. Auch Schnellzüge rasen weiterhin durch das Land. Aber alle Bürger sind aufgerufen, Reisen zu verschieben oder vorerst sein zu lassen. Kulturelle Veranstaltungen sollen verlegt werden.
Die Maßnahmen in Italien sind die umfangreichsten in Europa. Im Vergleich zum Vorgehen vieler asiatischer Länder, insbesondere Chinas, sind sie aber noch mild und abwartend. Italien ist mit fast 10.000 Infizierten und über 460 Toten das nach China am stärksten betroffene Land der Welt. Doch während China die Lage langsam in den Griff zu bekommen scheint, eskaliert die Lage in Italien.
Über die weitere Verbreitung der Virusinfektion nach offiziellen Zahlen wird live auf einer speziellen Webseite der Johns-Hopkins-University berichtet.


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