Noch im Dezember hatte der Arzt Dr. Li Wenliang aus Wuhan vor dem neuen Virus gewarnt. Er schickte eine Nachricht an Behörden und Kollegen, dass ein neue Virus im Umlauf sei, der dem SARS-Virus ähnlich sei. Doch die lokalen Behörden und die Polizei haben ihn nicht in seiner Warnung unterstützt, sondern ihn und mehrere andere Ärzte festgenommen und verhört. Er musste schriftlich seine Aussagen widerrufen. Das Dokument ging im Netz viral.
Nun ist er selbst am Virus gestorben [siehe Berichte »CNN«, »Spiegel«, »FAZ«]. Gegenüber der Zeitung »Beijing Youth Daily« berichtete er über seine Krankheit. Am 10. Januar begann er zu husten. Am folgenden Tag hatte er hohes Fieber. Ab dem 16. Januar litt er unter Atemnot. Am 24. Januar musste er ins Krankenhaus und künstlich beatmet werden.
Jetzt ist er tot. Die chinesische Regierung zollte ihm nun Respekt und schiebt die Verantwortung für die Restriktionen gegen ihn auf die Behörden und die Polizei der lokalen Ebene. So wird die Verantwortung nach unten weitergegeben. Doch die Behörden in Wuhan reagierten aus Angst vor den Vorgesetzten der jeweils höheren Ebene: ein Beispiel wie in solchen Situationen ein hierarchisches System ein effektives Krisenmanagement erschwert.


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