Trotz der weltweit größten Hygiene-, Desinfektions- und Quarantäne-Maßnahmen in der Geschichte der Menschheit und trotz aller internationaler Vorsicht verbreitet sich das neue Coronavirus (2019-nCoV bzw. SARS-CoV-2), das die Krankheit COVID-19 (Corona virus disease 2019) hervorruft, weiterhin ungehemmt in vielen Erdteilen aus.
Mittlerweile gibt es auch die ersten Fälle in Indien, Nepal, Ägypten und Sri Lanka. Auch in Japan, Taiwan, Vietnam und Thailand gibt es neue Fälle. Allein auf dem Kreuzfahrtschiff »Diamond Princess«, das seit zwei Wochen im Hafen von Yokohama vor Anker liegt, gibt es bereits mindestens 454 Infizierte.
Offiziell gibt es jetzt weltweit schon mehr als 72.000 Infizierte. Die Dunkelziffer dürfte gigantisch sein, weil die Neu-Infizierten an allen erdenklichen Orten auftauchen und oftmals zuvor Kontakt zu vielen weiteren Menschen hatten.
Für Deutschland stellt sich konkret die Frage nach dem Fall der Fälle: Was passiert eigentlich, wenn beispielsweise in der Berliner Charité sich ein Patient mit verdächtigen Symptomen meldet und positiv auf das Coronavirus getestet wird, und wenn dieser Patient zuvor mit den U- und S-Bahnen kreuz und quer durch Berlin gefahren ist? Vielleicht vorher mit dem Bus vom Flughafen Tegel kam oder am Tag zuvor im Museum oder auf einer Konferenz war? Allein dies ist nicht unwahrscheinlich und käme zugleich einer Katastrophe gleich. Man müsste quasi komplett Berlin desinfizieren.
Einen ähnlichen Fall gab es kürzlich in London, bei dem ein Patient positiv getestet wurde, der kurz zuvor auf einer Konferenz war. Alle Teilnehmer der Konferenz mussten sich danach testen lassen.
Die zwei Hauptprobleme sind folgende: Die Krankheit COVID-19, die durch das Virus ausgelöst wird, hat eine Inkubationszeit von circa zwei Wochen. Und die Viren können auf glatten Oberflächen wie Türklinken mehrere Tage überleben.
Wer sich also unbemerkt infiziert hat, kann zwei Wochen lang unzählige andere Personen anstecken, und sei es nur indirekt durch das Anfassen von Gegenständen.
Experten warnen nun: Ein Licht am Ende des Tunnels ist noch lange nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Gefahr einer weltweiten Pandemie ist nicht mehr auszuschließen.
Über die weitere Verbreitung der Virusinfektion nach offiziellen Zahlen wird live auf einer speziellen Webseite der Johns-Hopkins-University berichtet.


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