Die Zahlen der mit dem Coronavirus (2019-nCoV bzw. SARS-CoV2) infizierten Personen in Italien ist sprunghaft angestiegen [siehe Berichte »Tagesschau«, »n-tv«]. Bereits mehr als hundert Menschen sind infiziert. Es werden immer mehr. Jetzt sorgen sich die italienischen Behörden über die mögliche Dunkelziffer, denn die betroffenen Personen hatten zuvor Kontakte mit vielen anderen Menschen, die vermutlich von ihrer Infektion noch gar nichts wissen.
Bei vielen als infiziert Erkannten ist die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit COVID-19 schon ausgebrochen. Doch die meisten Infizierten dürften noch unerkannt und ohne Symptome unterwegs sein, ohne zu wissen, dass sie bereits ansteckend für andere sind. Das ist birgt ein gigantische Risiko für Italien und Europa.
Die italienische Regierung greift deshalb massiv durch: Die Behörden hatten bereits am Samstag die Isolation von elf Städten und Gemeinden angeordnet. Die betroffenen Gebiete dürfen von den Bewohnern nicht verlassen werden. Auswärtigen haben keinen Zutritt. Firmen und Schulen mussten schließen. Sportveranstaltungen wurden abgesagt, darunter auch drei Spiele der der ersten italienischen Fußballliga. Man spricht in der Region schon vom Wuhan Italiens.
Österreich hat den Bahnverkehr nach Italien eingestellt. Und Mailand soll jetzt auch abgeschottet werden.
Höchste Alarmstufe in Südkorea
Noch schlimmer hat es Südkorea getroffen. Innerhalb kürzester Zeit ist die Zahl der Infizierten auf über 600 Personen angestiegen. Auch die ersten Todesopfer sind zu beklagen. Die Regierung Südkoreas hat derweil die höchste Alarmstufe ausgerufen [»Tagesschau«].
Viele weitere Länder sind betroffen, wobei die Behörden jeweils im Unklaren sind, ob sich mit den plötzlichen Fällen (zum Beispiel im Iran) nur um die Spitze eines Eisberges handelt, da viele Menschen herumlaufen, ohne von ihrer Infektion zu wissen und viele, die zum Arzt kommen, zuvor weitreichende Kontakte hatten.


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