Heute ging eine seltsame Meldung durch die Berliner Radios: An den Flughäfen Tegel und Schönefeld werde nun umfassend geprüft. Vorher hatten sich viele Reisende gewundert, warum es keinen Gesundheitscheck gibt. Reisenden, Bürger und Journalisten mussten anscheinend erst Druck machen und Nachfragen, bis es schließlich zu umfassenden Maßnahmen kam.
Das ist kein speziell Berliner Problem: An vielen deutschen Flughäfen waren die Prüfungen und Gesundheitschecks für Einreisende sehr nachlässig. Auch die Einreisebestimmungen aus Krisenländern wie China, Iran und Italien waren viel zu lange zu locker [siehe Bericht »Freie Welt«].
Dabei hatte schon Ende Januar (!) der Virologe Prof. Dr. Alexander Kekulé im »Bayrischen Rundfunk« darauf aufmerksam gemacht, wie fahrlässig es doch sei, dass es noch keine wirksamen Maßnahmen an den deutschen Flughäfen gebe.
Auch bei den einreisenden Deutschen der großen Rückholaktion wird weiterhin lässig mit Gesundheitschecks umgegangen. Mehr als 100.000 Urlauber wurden per Luftbrücke aus allen Teilen der Welt zurückgeholt. Nicht alle heimkehrenden Touristen waren frei von Husten und Erkältungssymptomen.


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