Im Artikel 5 des Grundgesetzes heißt es: »Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.« Doch ist das heute noch wirklich so? Leben wir heute in einer Zeit, in welcher die Universitäten der Gral der freien Diskussion und Debatte sind? Leider ist dem mitnichten so.
Wie »Die WELT« berichtete, hat die »AG Hochschulforschung« an der Universität Konstanz eine Befragung von rund 2000 Studenten aus dem Mai 2023 vorgelegt, in der es unter anderem um die Einstellung zur »Cancel Culture« geht.
An den Universitäten sieht man immer häufiger, wie Professoren, Doktoren, Studenten oder sonstige Vortragende gecancelt oder boykottiert werden, wenn ihre Thesen dem Mainstream zuwider laufen. Gerade in der Universitätslandschaft ist man um seinen guten Ruf besorgt. Vorwürfe, »umstritten« oder gar »rechts« zu sein, können die wissenschaftliche oder sonstige akademische Karriere erheblich behindern. Nach dem Motto: Wer sich verteidigen muss, habe schon verloren.
»Auf die Frage, ob man Werbung entfernen dürfe, um gegen einen Redner an der Hochschule zu protestieren, welcher der Ansicht ist, dass ›Migration nach Deutschland zu vielen Problemen im Sozialsystem führt und es daher nötig erscheint, sie zu begrenzen‹, antworteten 38 Prozent mit ›eher nicht akzeptabel‹ oder mit ›nicht akzeptabel‹, 27 Prozent mit ›teils teils‹, 35 Prozent mit ›absolut akzeptabel‹ oder ›eher akzeptabel‹. Hochgerechnet auf die knapp drei Millionen Studenten in Deutschland wären demnach also rund 1,1 Millionen von ihnen bereit, Werbung wegzunehmen, weitere rund 800.000 wären dazu zumindest eventuell willens. Ähnliche Zahlen ergab die gleiche Frage für einen Redner an der Hochschule mit der Ansicht, ›dass das biologische Geschlecht nur die Ausprägungen männlich und weiblich kennt‹, und gegen einen Redner an der Hochschule, der meint, dass ›Einkommensunterschiede in der Gesellschaft wichtig sind, um Menschen zu Anstrengung und harter Arbeit zu motivieren‹.«
Was soll man davon halten?
Die WELT kommentiert: »Ein schlechtes Zeichen für die Wissenschaftsfreiheit, denn alle drei Thesen sind vollkommen legitim.«
Der Deutsche Hochschulverband DHV habe bereits 2020 vor »Einschränkungen der Meinungsfreiheit an Universitäten« gewarnt, heißt es. Man befürchtete schon damals, dass die Toleranz gegenüber anderen Meinungen kleiner werde.
Tatsächlich ist es doch so: Die Absolventen der Universitäten vertreten oftmals ein anderes Weltbild als die Normalbürger, die schön länger im Arbeitsleben oder »mitten im Leben« stehen. Akademiker, die frisch von der Uni kommen, sind offensichtlich stärker indoktriniert als andere Bürger. Und dies scheint bei den Geisteswissenschaften, im Volksmund auch despektierlich als »Laberwissenschaften« bezeichnet, besonders stark ausgeprägt zu sein.
Wir müssen wieder zurück zu freier Wissenschaft und Bildung ohne Indoktrinierung und Denkverbote kommen. Dafür müssen sich die Politiker stark machen. Denn es sind die arbeitenden Bürger, die diese Elfenbeintürme mit ihren Steuergeldern finanzieren. Hier sollte ein Aufruf an die Öffentlichkeit erfolgen: Schaut auf die Universitäten! Schaut euch den Lernstoff und die Ideologien dort an und überlegt euch, ob ihr das mit euren Steuergelden finanzieren wollt!
Kurz: Die Öffentlichkeit muss den Unis auf die Finger schauen und gegebenenfalls mit Entzug der Gelder drohen. Sonst wird eine Generation nach der anderen indoktriniert, und der Marsch der Verbildeten durch die Institutionen wird niemals aufhören.


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