Am Freitagabend war die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch von zwei Tätern in einen Situation manövriert worden und von einem mit Hundekot beschmiert worden, während der zweite den Angriff filmte. Der eine Täter konnte entfliehen, der andere wurde von der Polizei festgehalten. Die Filmszene geriet in die Hände der BILD-Zeitung. Die BILD-Zeitung behauptete, dass dieses Video, das der Mittäter aufgenommen hatte, im Netz kursieren würde.
Anstatt die Tat zu verurteilen, bot die BILD-Zeitung der Angreifer-Bande eine Plattform. Der Kot-Täter wurde sogar von der BILD-Zeitung interviewt, so als sei er ein harmloser Aktivist statt ein Gewalttäter.
Warum gibt die BILD-Zeitung Extremisten und ihren kriminellen Taten eine Bühne? Was beabsichtigen sie damit?
Die BILD-Zeitung sollte sich von der Tat und den Tätern distanzieren, anstatt sie als Boulevard-Ereignis darzustellen.
Wie ernst die Sicherheitsfrage möglicherweise wirklich ist, zeigte sich am Tag danach, als bei einer Veranstaltung in Oberursel ein Gast abgewiesen wurde, der drei Messer bei sich führte. Auch der Hundekot-Täter griff vor seiner Tat in seine Jackentasche: Es hätte auch eine Waffe sein können. Wie hätten die Sicherheitskräfte in einer solchen Situation handeln sollen? Klar ist, dass es sich um eine gefährliche Tat handelt.
Besonders kritisch anzumerken ist, dass die BILD-Zeitung durch ihr Interview mit dem Täter die Konsequenzen verharmlost und andere potentielle Täter zu ähnlichen Nachahmer-Taten motiviert.
Auffällig ist auch, dass der Täter bereits zuvor im SWR-Fernsehen aufgetaucht war, als es um die Droge von Cannabis ging [siehe Video in der ARD-Mediathek].


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