Dubai und Abu Dhabi wollen sich militärischer Operation anschließen

Vereinigte Arabische Emirate wollen militärisch die Straße von Hormus freibekommen

Sollte die Initiative umgesetzt werden, wären die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai, Abu Dhabi) der arabische erste Golfstaat, der sich direkt militärisch am Konflikt beteiligt.

Muhammad bin Raschid al-Maktum


Abu Dhabi bereitet einen Kurswechsel vor: Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) signalisieren ihre Bereitschaft, sich einer multinationalen Militäroperation anzuschließen, um die von Iran blockierte Straße von Hormuz mit Gewalt wieder zu öffnen. Damit würde der erste Golfstaat aktiv in den laufenden Konflikt mit dem Iran eingreifen – mit weitreichenden Folgen für die globale Ölversorgung und die regionale Stabilität.

Hintergrund: Die Blockade der strategischen Wasserstraße

Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran Ende Februar 2026 hat Iran die Straße von Hormus faktisch als Waffe eingesetzt. Durch Angriffe auf Schiffe, Drohnen- und Raketenbedrohungen sowie Minenwarnungen ist der Schiffsverkehr in der lebenswichtigen Passage nahezu zum Erliegen gekommen. Täglich passieren hier normalerweise rund 20 Millionen Barrel Öl. Das ist etwa ein Fünftel des weltweiten Seehandels mit Rohöl. Die Blockade hat zu stark steigenden Energiepreisen und Versorgungsengpässen geführt.

Die VAE selbst sind massiv betroffen: Seit Kriegsbeginn haben iranische Raketen und Drohnen das Land mehrfach angegriffen, darunter Ziele in Dubai und Abu Dhabi. Die emiratische Luftabwehr hat Tausende Projektile abgefangen, doch es gab Tote und Verletzte sowie Schäden an Infrastruktur. Diese Angriffe haben in Abu Dhabi die Haltung verhärtet.

VAE planen aktive militärische Rolle

Laut aktuellen Berichten bereitet sich die VAE-Regierung darauf vor, ihre Marine in eine US-geführte oder multinationale Task Force einzubringen, um die Straße von Hormus gewaltsam freizukämpfen. Abu Dhabi lobbyiert zudem intensiv bei Dutzenden Ländern für die Schaffung einer sogenannten "Hormuz Security Force". Diese soll Schiffe eskortieren und vor iranischen Angriffen schützen.

Sollte die Initiative umgesetzt werden, wären die VAE der erste Golfstaat, der sich direkt militärisch am Konflikt beteiligt. Diplomaten aus Abu Dhabi haben bereits die USA, europäische und asiatische Militärmächte aufgefordert, eine Koalition zu bilden. Zudem wird eine UN-Resolution angestrebt, die eine solche Operation legitimieren könnte.

Ein hochrangiger emiratische Vertreter betonte, dass die "Waffenisierung" der Straße von Hormuz einem "Akt des wirtschaftlichen Terrorismus" gleichkomme und nicht hingenommen werden dürfe. 

Die VAE seien bereit, Verantwortung zu übernehmen, um den globalen Energiefluss zu sichern.

Dubai und Abu Dhabi gehen damit auf die Forderungen von Trump ein

US-Präsident Donald Trump hat wiederholt gefordert, dass Verbündete mehr Verantwortung übernehmen und die Straße notfalls mit Gewalt öffnen. Gleichzeitig signalisierte er, dass Washington den Krieg auch ohne vollständige Öffnung der Hormus-Straße beenden könnte. Das ist eine Haltung, die in den Golfstaaten auf Unverständnis stößt. Die VAE und andere Golfstaaten drängen darauf, Irans Fähigkeiten dauerhaft zu schwächen, damit eine erneute Blockade unmöglich wird.

Kritiker warnen vor einer weiteren Eskalation. Ein direkter emiratisch-iranischer Konflikt könnte zu noch heftigeren iranischen Vergeltungsschlägen führen und die gesamte Region destabilisieren. Dubai als internationales Finanz- und Handelszentrum wäre besonders verwundbar.

Noch ist unklar, ob und wann eine "Hormuz Security Force" tatsächlich einsatzbereit sein wird. Die VAE halten offiziell an der Linie fest, eine Ausweitung des Krieges zu vermeiden und Verhandlungen zu bevorzugen. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Schritte (Freigabe von US-Basen, Einfrieren iranischer Vermögen und nun die Bereitschaft zum Marineeinsatz), dass Abu Dhabi seine rote Linie gezogen hat.

Die nächsten Tage und Wochen werden entscheidend sein: Gelingt es, eine breite internationale Koalition zu schmieden, oder eskaliert der Konflikt weiter? Die Straße von Hormus bleibt das zentrale Schlachtfeld, auf dem nicht nur Öl, sondern auch die Zukunft der regionalen Machtverhältnisse entschieden werden könnte.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

02.04.2026 | 09:53

... „Vereinigte Arabische Emirate wollen militärisch die Straße von Hormus freibekommen“ ...

Tatsächlich? Weil auch Trumps Krieg gegen den Iran zu Amerikas neuem Nahost-Desaster zu werden droht https://www.fuw.ch/trumps-krieg-gegen-den-iran-droht-amerikas-neues-nahost-desaster-zu-werden-448307932105,dem Israel in Kürze folgen wird???https://www.youtube.com/watch?v=YeAqk9n77qA 

Warum wohl schließen sich immer mehr Länder gegen die US-Währung zusammen https://www.youtube.com/watch?v=WrE1vD2tDmU, während auch 84 Prozent der Deutschen den Schlich ihrer gewählten(?) Regierung scheinbar lieber heute als morgens sehen will!!! https://rtde.team/inland/275674-84-prozent-deutschen-mit-regierung/

https://www.youtube.com/watch?v=HzJKeqAhQ0U

Ja mei: „Bereits vor der Wahl waren die Fronten stark verhärtet, am Tag danach eskaliert der Streit zwischen Grünen und CDU öffentlich - wie sollen diese beiden Parteien nur eine Regierung bilden?“ https://www.stern.de/gesellschaft/regional/baden-wuerttemberg/landtagswahl---herablassende-arroganz---cdu-greift-oezdemir-frontal-an-37206018.html

Wofür die SPD nun d i e alternativlose Alternative bildet???

Zitat: Dubai und Abu Dhabi wollen sich militärischer Operation anschließen.

Das klingt absolut logisch und verständlich ,bedenkt man ,dass Entsalzungsanlagen ,sowie eigene Gas und Ölraffierien teils zerstört sind ,und somit die Haupteinnahmequellen der arabischen Emirate unterbrochen wurden .Die Strasse von Hormuz ist die Lebensader dieser Staaten und somit das erste Ziel ,sie wiederzubeleben !Allein aus Verantwortung gegenüber seiner Völker ist der König /Sheikh gezwungen zu handeln ,welche mal abgesehen ,in anderen Ländern wie Deutschland ,gar nicht wahrgenommen wird ,was kein Dafürsprechen einer Monarchie bedeutet !Leider führen sich unsere EU-melpolitiker  wie Könige auf ,haben von Handlung aber wenig Ahnung ,setzt aber allem die Krone auf !

Doch hörte ich gestern ,dass sich einige Golfstaaten nicht mit den USA einsmachen wollen ,sondern als "Wüstenvölker " mit ähnlichen Kulturen zusammenhalten und mit dem Iran ,den Krieg zu beenden eine Möglichkeit sehen .Das wäre für Trump auch eine glimpfliche Gelegenheit sich wieder aus dem Krieg zurückzuziehen ,bedenkt man den heimatlichen Widerstand und Werte letzter Umfragen gegen den Präsidenten ,der wegen seiner Wortbrüchigkeit dafür abgestraft wird.Israel wird  sicher gegensteuern ,was vielleicht letzte Angriffe auf UN - und französische Soldaten zeigten .Immer mehr Länder zeigen sich mit dem Umsichschlagen israelischer Führung ,unzufrieden !

Unsere Wackelelvise mit Klingbeil könnten sich ein Beispiel nehmen ,wenn sie nicht in der Versenkung osterlicher Marzipankartoffeln verschwinden wollen ! Stattdessen  fallen ihnen neue Steuererhöhungen ein ,um sich selbst weiterzubereichern und Gelder wieder zweckentfremdet auf ihr Schuldenkonto anzuhäufe, um neue Goldeselorden zu erhalten .In arabischen Ländern würde das schnell mit einem Klingbeil beendet werden ,ganz ohne Klang und Namen !

Ein gemeinsames Interesse wäre also eine angestrebte Lösung ,für die Ölregion und ihrer Staaten ,sowie für Trump! Eine logische Konsequenz für westliche ,abhängige Staaten  könnte sich daraus ergeben ,dass bei Wiedereröffung der Strasse von Hormus hohe Zölle auf Handelsschiffe und ihre Rohstoffe verlangt werden ,was für die Zahlemann und Söhne -Länder erhebliche Belastungen mit sich brächte ! Gleich wie , -sehr viele werden dumm aus der Röhre gucken ,selbst Israel da der Plan des Größenwahns mal wieder in die Hose ging !

Na dann sollten sich die Scheichs aber warm anziehen, um gegen den Iran erfolgreich sein zu können! Haben die denn nicht schon genug vom Iran auf die Mütze bekommen, dass die jetzt direkt gegen die Iraner vorgehen wollen??

Auch wenn es wünschenswert und dringend notwendig wäre, dass die Straße von Hormus wieder frei zu durchqueren ist. Aber mit Gewalt wird das nichts!! Haben das die Scheichs in den Emiraten auch noch nicht verstanden?? 

Statt auf Gewalt und brutale militärische Interventionen zu setzen, sollte doch endlich mal bei allen der Verstand und die Vernunft einsetzen und die Bereitschaft zu Verhandlungen. Dass eine solche Bereitschaft insbesondere dem Iran als grundlos Angegriffener schwerfällt, ist durchaus zu verstehen. Aber es bringt niemandem etwas - außer natürlich denen, die immer von Kriegen profitieren - wenn nicht endlich Schluss ist mit diesem sinnlosen Krieg, den die Amis und Israelis - wiedermal - vom Zaune gebrochen haben!

Es ist aber gar keine richtige Blockade, denn der Iran läßt nur die Schiffe der Aggressoren und ihrer Verbündeten nicht durch, und die zählen ja nicht - auch im privaten Leben würde man Leute, die gerade versuchen, einen umzubringen, nicht über das eigene Grundstück laufen lassen, und natürlich auch nicht deren Freunde! Mit notorischen Vertragsbrechern wie USA, Israel, NATO oder EU zu verhandeln, bringt überhaupt nichts ohne echte, durchsetzbare Garantien, die von dritter Seite angeboten werden, oder die auf der eigenen Stärke gegenüber diesen Gebilden beruhen.

Ich denke genau darum ging es. Endlich Ruhe und Ordnung im Kinderzimmer, damit der Ölfluß nicht mehr durch EINEN Machthaber manipuliert werden kann.

Endlich tun sich die anderen zusammen und hauen dem Rüpel eine hinter die Ohren.

Wen hat es leider auch vorgeführt?

Unsere Popansen...

Sie blockieren die Entladung dutzender Öltanker in den Niederlanden, blockieren russisches Öl, ahnden die Pipelinesprengung nicht, öffnen die zweite Pipeline nicht, ahnden den Ukrainischen Terror gegen Ungarn nicht, helfen nicht die Straße von Hormus zu sichern, leisten einem NATO-Mitglied keine Hilfe und reden uns ein das die 4-6% die aus dem nahem Osten kamen dafür verantwortlich seien das es jetzt hier so teuer ist obwohl unsere Lager voll waren. Stattdessen treiben sie mit unserem Geld einen Krieg gegen Rußland voran.

Kurz und gut:

Unsere SED sorgt mit aller ihr zur Verfügung stehenden Macht dafür das der Treibstoff in der BRinD extrem teuer wird -OBWOHL MEHR ALS GENUG DA IST- und erhebt dann auch noch maximale Steuern darauf. 

Das ist offizieller Staatsterrorismus gegen das eigene Volk!

Es würde mich nicht wundern wenn es bald knallt.

Wolfgang Lammert

03.04.2026 | 08:04

Die Emirate, Katar und Saudi Arabien werden vom Iran als "Kollaborateure" der USA gesehen, allerdings ohne große militärische Fähigkeiten. Saudi Arabien wird bei einem Kriegseintritt wohl von den Hutihs im Jemen und vom Iran beschossen. Die Lage der USA und seinen Verbündeten muss wohl sehr verzweifelt sein, dass sie nun diese Ideen entwickeln.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.