Neue Konfrontation, neuer Affront

Verbale Attacke gegen Peking_ Baerbock greift China an

Nachdem Chinas Außenminister Baerbock bei ihrem Besuch in China zurechtgewiesen hat, rächt sich Baerbock nun, indem sie auf dem G7-Gipfel die Stimmung gegen China anheizt.

Wie oft muss man noch wiederholen, dass diese Dame im Auswärtigen Amt nichts von Diplomatie versteht? Wie viele Male muss man Annalena Baerbock noch das Porzellan zertrümmern lassen? Wie lange lässt sich der Bundeskanzler das Theater im Außenministerium noch gefallen? Baerbock ist eine politische Aktivistin, keine Diplomatin. Mittlerweile müsste das auch der Letzte erkannt haben.

Nachdem Annalena Baerbock vom neuen chinesischen Außenminister Qin Gang verbal zurechtgewiesen und ohne Handschlag auf die Tür verwiesen wurde, zeigt Baerbock wieder einmal ihr kindliches Trotzverhalten. Kaum hat sie China verlassen, trommelt sie auf dem G7-Gipfel in Japan gegen China [siehe Berichte »Handelsblatt«, »ZDF«, »ZEIT«]. Sie warnt vor China, sie geißelt China, sie beschreibt China als Gefahr, sie macht Stimmung gegen China.

Genauso, wie sie nach den Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Laworw mit persönlicher Empörung ihren Ton gegen Russland verschärfte, so verschärft sie nach dem Treffen mit dem neuen chinesischen Außenminister Qin Gang den Ton gegen China.

Gleichzeitig rücken Brasilien, China und Russland enger zusammen. Während Baerbock in China öffentlich kaum Beachtung gefunden hat, hat man in Peking Brasiliens Präsidenten Lula einen großen Empfang bereitet. Und nun empfängt Lula in Brasilien den russischen Außenminister Lawrow. Die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) rücken näher zusammen, auch Saudi-Arabien und der Iran legen ihre Konfrontationen bei und rücken dem antiwestlichen Bündnis näher.

Annalena Baerbock reißt den Graben zwischen den G7-Staaten (USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Großbritannien) und den BRICS-Staaten weiter auf. Sie schafft Gegensätze, wo Diplomaten Brücken bauen sollten. Sie konfrontiert, wo Diplomaten entschärfen sollten. Sie macht das Gegenteil von Diplomatie.

Das macht sie geradezu wortwörtlich. Sie redet in Japan davon, dass die Frage der neuen Weltordnung im pazifischen Raum entschieden wird. Und dies ist genau die Konfrontationslinie zwischen den USA und China. Anstatt hier zu deeskalieren, trommelt sie zur globalen Entscheidung, mit den USA oder gegen die USA, mit China oder gegen China?

Mit Baerbock wird Deutschland keine kluge Position im Weltgeschehen einnehmen, sondern sich für die Interessen der USA verheizen lassen.

In Peking wird man Baerbocks internationale Politik-Offensive gegen China genau beobachten. Deutschland kann sich auf die Folgen einstellen. Dann werden die Konflikte in Ostasien auch wieder unsere Konflikte, so wie der Ukrainekrieg dank Baerbock auch unser Krieg geworden ist (»We are at war with Russia«).  

Sven von Storch

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