Asymmetrische Macht: Warum Irans Widerstand die US-Übermacht zum Rückzug zwingt

USA: 1 Billion Dollar Militär-Etat, Iran: 8 Mrd. Dollar Militär-Etat – Trotzdem zwang der Iran die USA zu Zugeständnissen

Trotz einer militärischen Ausgabenkluft von über dem Hundertfachen gelang es Iran, die USA zu Zugeständnissen zu zwingen. Dies zeigt: Ein riesiges Budget reicht nicht aus. Eine Lektion, die auch Friedrich Merz mit seinen Bundeswehr-Sonderschulden lernen könnte.

Donald Trump und US-Militär


Im Jahr 2025 gaben die USA Hunderte Milliarden Dollar für ihr Militär aus, Iran nur einen Bruchteil davon. Dennoch endete der Konflikt nicht in einem schnellen Sieg der Supermacht. Stattdessen demonstrierte Teheran die Grenzen konventioneller Überlegenheit.

Massive Ausgabenkluft

Die Vereinigten Staaten investierten 2025 bis über eine Billion Dollar in ihre Verteidigung, inklusive Ergänzungshaushalten. 

Der Iran hingegen wies offiziell etwa 7 bis 8 Milliarden Dollar aus, wobei unabhängige Schätzungen unter Einbeziehung von Öl-Quoten und verdeckten Mitteln auf 15 bis 23 Milliarden Dollar kommen. Eine Kluft von über dem Hundertfachen ist jedoch offensichtlich. 

Konflikt und asymmetrische Strategie

Im Verlauf des Jahres 2025 und 2026 eskalierten Spannungen zu direkten Auseinandersetzungen, darunter der sogenannte Zwölf-Tage-Krieg mit israelischer und US-Beteiligung. Die USA und Israel führten massive Luftangriffe auf iranische Militär- und Nuklearanlagen durch. Der Iran antwortete mit Drohnen, Raketen und Angriffen auf Schiffe im strategisch wichtigen Golf von Hormus. Das gleiche hat sich nun im Iran-Krieg der letzten Monate abgespielt.

Statt einer schnellen Kapitulation nutzt der Iran asymmetrische Mittel: Proxys, ballistische Raketen, Minen und Drohnen sowie die Drohung, den Öl-Transport zu blockieren. 

Dies erhöhte die Kosten und Risiken für die USA erheblich. Trotz signifikanter Schäden an iranischen Kapazitäten gelang es Teheran, den Konflikt in die Länge zu ziehen und diplomatische Pausen oder teilweise Zugeständnisse zu erzwingen. 

Lehren über konventionelle Überlegenheit

Der Fall zeigt die Grenzen reiner Feuerkraft. Hohe Technologie und Budgetvorteile in Billionen-Höhe stoßen an Grenzen, wenn der Gegner auf Ausdauer, dezentrale Strukturen und wirtschaftliche Hebel setzt. Die USA vermieden eine volle Bodenoffensive und pausierten zeitweise Angriffe, um Verhandlungen zu ermöglichen. Iran wiederum erlitt schwere Verluste, konnte aber sein Regime stabilisieren und Einfluss in der Region behalten.

Dieser Konflikt unterstreicht, dass moderne Kriege nicht allein durch Budgets entschieden werden, sondern durch Strategie, Resilienz und die Bereitschaft, langfristige Kosten zu tragen. Die "globale Supermacht" musste lernen, dass Überlegenheit nicht automatisch in raschen Sieg mündet.

Das ist eine Lektion auch für Donald Trump. Nun muss er vor den Kongress-Wahlen seinen Krieg rechtfertigen.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

28.07.2026 | 11:53

... „Trotz einer militärischen Ausgabenkluft von über dem Hundertfachen gelang es Iran, die USA zu Zugeständnissen zu zwingen. Dies zeigt: Ein riesiges Budget reicht nicht aus. Eine Lektion, die auch Friedrich Merz mit seinen Bundeswehr-Sonderschulden lernen könnte.“ ...

Schob dieses https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich Deutschland bei den Ausgaben fürs Militär nicht auch deshalb weltweit auf Platz 4??? https://www.instagram.com/p/DXoKikXFzDF/?img_index=2

Else Schrammen

28.07.2026 | 14:39

"...Eine Lektion, die auch Friedrich Merz mit seinen Bundeswehr-Sonderschulden ...". Der Großteil von Fritzens Milliarden Sonderschulden gehen doch gar nicht an die Bundeswehr. Die neu ernannten UPA-Verbände müssen versorgt werden!

Wieso "Verteidigungs"haushalt der USA? Niemand greift die USA an, aber diese andere Länder immer wieder, die ihnen nichts, aber auch gar nichts getan haben. Siehe den zweimaligen Angriff der USA auf Deutschland im Ersten und dem Zweiten Weltkrieg! Und jetzt ebenso auf den Iran.

Daher gehört Trump als Kriegsverbrecher vor ein Internationales Tribunal!

Eins ist klar: Den Kern der iranischen Opposition hat dieses Verbrecher-Mullah-Regime wegmorden können. Es gibt keine mutige inner-iranische Opposition mehr.

Trump muss jetzt folgendes Problem lösen:

- Da er Krieg, Tote und Zerstörung hasst, hat er sich immer und immer wieder auf die verlogene Verhandlungsbereitschaft des Iran-Regimes eingelassen. Bis er kürzlich einsehen musste, dass deren Verlogenheit grenzenlos ist. Er sagte resignierend (sinngemäß): "Diese Leute gehen aus einer eben beendeten Verhandlung hinaus, treten vor die Presse und sagen das Gegenteil von dem, was gerade verhandelt wurde. Die sind nicht ganz richtig im Kopf." Trump musste einsehen, dass seine beiden Kriegsziele (keine Atomwaffen im Iran, keine weiteren US-Bürger als Opfer des Mullah-Regimes bzw. keine weitere Akzeptanz des iranischen bzw. iranisch finanzierten Terrors) auf dem Verhandlungsweg nicht zu erreichen sind.

- Ich gehe davon aus, dass Trump einen direkten Regime-Change mit Bodentruppeneinsatz nicht plant. Zu vehement hat er genau dies im Irak-Krieg kritisiert. Er sagte bezüglich des Irak-Krieges: "Das war, als ob man ein brennendes Holz in ein Wespennest geschleudert hat. Danach war nur noch Chaos im Nahen Osten." Ich hoffe, er bleibt bei seiner Ansicht und überlässt den Regime-Change dem iranischen Volk.

- Trump hat das Verbrecher-Regime offensichtlich zeitweise effektiv vom Ölexport (also von der Finanzierung) abgeschnitten. Auch die  iranischen Auslandsguthaben wurden eingefroren. In den Verhandlungsphasen konnten die Iraner das Vorkriegsniveau beim Ölexport erreichen, sonst nicht. Da Trump von der Vernichtung der Öl-nfrastruktur auf der Insel Kharg abgesehen hat, hat er offensichtlich die Möglichkeit eines inneriranischen Regime-Change noch nicht ganz abgehakt.

- Besser als auf Verhandlungen, reagiert der Iran auf Drohungen. Trump hat angekündigt, dass er für jedes Schiff, das vom Iran attackiert wird, eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran zerstören wird. Das hat gewirkt; auch wenn der Iran seine Großmäuligkeit beibehalten hat.

Ich denke, dass Trump eines seiner Kriegsziele (keine Atomwaffen im Iran) erreicht hat, zumindest auf absehbare Zeit. Wie das mit den Terrorakten weitergeht, die vom Iran initiiert und finanziert worden sind, wird sich zeigen.

Da die Straße von Hormuz für die USA von weniger großer Bedeutung ist als für Europa und Asien, wird er sich wohl bald zurückziehen. Mal sehen, was die Europäer dann machen. Bis jetzt waren sie zu feige, die international gültigen Regeln in der Straße von Hormuz zu verteidigen; so, wie sie auch zu feige waren, den westlich-internationalen Konsens wirklich durchzusetzen, dass das Iran-Regime keine Atomwaffen besitzen darf. (Stattdessen befeuern sie lieber mit Geld und Waffen den völlig überflüssigen Krieg in der Ukraine.)

PS: Die kasachische Ölpipeline, die von der Ukraine zerstört wurde, ist wieder in Betrieb. Sie liefert täglich mehr als der iranische Ölexport vor dem Krieg ausmachte. Das hat den Ölpreis von über 100 $ in den letzten Tagen auf knapp 82 $ fallen lassen.

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