Droht eine weitere Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran?

US-Regierung aktualisiert Aufforderung an eigene Bürger im Iran, das Land sofort zu verlassen

Die USA haben ihre Aufforderung an alle US-Bürger erneuert, den Iran auf dem schnellstmöglichen Wege zu verlassen. Der Appell besteht seit Januar, wird aber hinsichtlich seiner Dringlichkeit aktualisiert. Die US-Regierung schließt außenpolitisch in Bezug auf den Iran nichts aus.

US-Regierungssprecherin


Die US-Regierung (über die "U.S. Virtual Embassy Iran" und das "State Department") hat aktuell ihre Staatsbürger (die sich aus irgendwelchen Gründen im Iran aufhalten) erneut aufgefordert, den Iran zu verlassen.

Der "Travel Advisory" für den Iran steht schon seit langem auf "Level 4": "Do Not Travel", und US-Bürger werden explizit angewiesen: "US-Bürger im Iran sollten das Land sofort verlassen" ["U.S. citizens in Iran should leave immediately"] bzw. "Leave Iran now".

Länger bestehende Aufforderungen, das Land zu verlassen, wurde aktualisiert

Diese Aufforderung wird in den neuesten "Security Alert"s wiederholt, darunter einem "Security Alert" vom 5. Februar 2026 (veröffentlicht und relevant am 6. Februar 2026), der anhaltende Internet-Ausfälle, Flugbeschränkungen, Straßensperren und Transportstörungen nennt.

Darin heißt es wörtlich: "Verlassen Sie den Iran jetzt. Haben Sie einen Plan, um den Iran zu verlassen, der nicht auf Hilfe der US-Regierung angewiesen ist." ["Leave Iran now. Have a plan for departing Iran that does not rely on U.S. government help."]

Bei sicherer Möglichkeit sollen US-Bürger über Land nach Armenien oder in die Türkei ausreisen.

Diese Warnung ist keine neue Evakuierungsorder, sondern eine fortlaufende, dringende Wiederholung der bestehenden Empfehlung, die bereits seit Januar 2026 (und früher) besteht und durch die aktuelle Sicherheitslage (Unruhen, Proteste, regionale Spannungen) verstärkt wird. 

Es gibt keine US-Botschaft vor Ort, daher können Bürger keine direkte Hilfe erwarten. Notfälle werden über die Schweizer Schutzmacht in Teheran abgewickelt.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

07.02.2026 | 09:57

... „Die US-Regierung schließt außenpolitisch in Bezug auf den Iran nichts aus.“ ...

Ja mei - „Die Saat des heiligen Feigenbaums“: Pulverfass Iran als Familiendrama Das Ende des Zwölftagekrieges mit Israel hinterlässt einen Iran in extrem gefährlicher Lage. Das Land ist tief verwundet und gedemütigt. Es hat jedoch auch Resilienz bewiesen – und könnte deshalb gerade in seiner Entschlossenheit umso bestärkter sein. Das Risiko ist hoch, dass sich das schwer angeschlagene Land nun zu einem unberechenbaren Akteur entwickelt. Um dies zu verhindern, braucht es einen neuen Ansatz in der Iranpolitik“!!! https://www.vorwaerts.de/international/warum-der-westen-seine-iran-politik-grundlegend-aendern-muss

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