Auch wenn einzelne Personen ausgeschaltet werden, sitzt das Mullah-System fest im Sattel

US-Geheimdienste sehen keine Zeichen für den Sturz der iranischen Regierung

Ajatollah Khamenei wurde durch seinen Tod zum Märtyrer. Und die Angriffe auf die Öllager von Teheran, die zu giftigen Rauchwolken über der 9-Millionen-Stadt geführt haben, haben die Iraner eher national vereingt als gespalten. Sie fühlen sich als Volk angegriffen.

Pro-Regime-Proteste in Teheran


Trotz wochenlanger ununterbrochener Bombardements durch die USA und Israel behält die iranische Führung die volle Kontrolle über das Land. Das Risiko eines Machtverlusts gilt als minimal. Das berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe demnach keine Anzeichen, dass das Regime in Teheran in Gefahr sei oder seine Machtbasis verliere.

Einheit des Klerus nach dem Tod Khameneis

Die iranische Geistlichkeit zeigt sich geschlossen, obwohl Ayatollah Ali Khamenei am 28. Februar bei den ersten Angriffen getötet wurde. Der Islamische Revolutionsgarden sowie die nach seinem Tod an die Macht gelangten interimistischen Führer steuern das Land weiterhin uneingeschränkt.

So wie es aktuell aussieht, verfügt, das Regime über ausreichend Mittel, um die innere Ordnung aufrechtzuerhalten. Es gibt derzeit keine Anzeichen für einen bevorstehenden Zusammenbruch der theokratischen Herrschaft.

Hinzu kommt, dass in der iranischen Bevölkerung der Eindruck wächst, dass die USA und Israel nicht primär Krieg gegen das Ajatollah-Regime führen, sondern vielmehr gegen das Land Iran und dessen Bewohner selbst. Die massiven Feuer über die Erdöllager, die durch die israelischen Angriffe in Flammen aufgingen, hatten giftige dunkle Rauchwolken über der 9-Millionen-Einwohner-Stadt Teheran entstehen lassen. Der giftige Rauch über der Stadt wirkt wie eine Art Massenvernichtungswaffe, weil er Millionen Menschen in ihrer Gesundheit gefährdet. So wird es von den Iranern wahrgenommen.

Trump will Konflikt bald beenden

Wegen des starken Anstiegs der Ölpreise und des wachsenden innenpolitischen Drucks hat Präsident Donald Trump angekündigt, den Krieg gegen den Iran in Kürze zu beenden. Der Konflikt stellt den größten US-Militäreinsatz seit 2003 dar.

Gleichzeitig warnen Beobachter, dass ein rascher und für beide Seiten akzeptabler Ausweg schwierig zu finden sein könnte, solange die konservativen Kräfte im Iran ihre Machtpositionen behaupten. Die derzeitige Stabilität des Regimes macht einen erzwungenen Regimewechsel in absehbarer Zeit unwahrscheinlich.

Sven von Storch

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Kommentare

Else Schrammen

12.03.2026 | 14:56

Nicht nur die Mullahs sitzen fest im Sattel, gestützt von den Revolutionsgarden. Und hat bei den vorherigen Unruhen wirklich das ganze Volk  gegen die Gewaltherrschaft demonstriert oder nur ein Teil, vor allem jüngere Iraner? Afghanistan ist doch das beste Beispiel. Bei der Rückkehr der Taliban mögen die Frauen zwar verzwifelt gewesen sein, der überwiegende Teil der Männer - die gleichen Steinzeitislamisten wie die Taliban- haben Freudentänze aufgeführt!

Ekkehardt Fritz Beyer

12.03.2026 | 15:08

... „Iraner eher national vereinigt als gespalten. Sie fühlen sich als Volk angegriffen.“ ...

Mit der Folge, dass nun noch viel mehr Iraner rufen: „Allahu Akbar“, sich gegen ihre Feinde von ihm Hilfe erhoffen – und sie im Geiste sogar höchst wirkungsvoll bekommen???

https://www.google.com/search?q=religions-psycholigische+kr%C3%A4fte&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&oq=religions-psycholigische+kr%C3%A4fte&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOTIKCAEQABiiBBiJBTIKCAIQABiABBiiBDI…

 

Ekkehardt Fritz Beyer

12.03.2026 | 15:33

... „Hinzu kommt, dass in der iranischen Bevölkerung der Eindruck wächst, dass die USA und Israel nicht primär Krieg gegen das Ajatollah-Regime führen, sondern vielmehr gegen das Land Iran und dessen Bewohner selbst.“ ...

Wobei die angeblichen Eliten der USA – und ganz besonders Israels – auch m. E. endlich bemerkelt haben sollten:  

„Angriffskriege scheitern oft, weil Angreifer die Widerstandskraft der Verteidiger, eigene logistische Grenzen und internationale Isolation unterschätzen. Hohe Verluste, wirtschaftliche Erschöpfung und moralischer Verfall der Truppen führen häufig zu Niederlagen, besonders wenn das Ziel politisch unrealistisch ist“!!!!!!! https://www.google.com/search?q=Angriffskriege+scheitern+oft%2C+weil+Angreifer+die+Widerstandskraft+der+Verteidiger%2C+eigene+logistische+Grenzen+und+internationale+Isolation+untersch%C3%A4tzen.+Hohe…

Biblisch lesen wir vom Ziegenbock und vom Widder (Daniel) .Was sich damals abspielte und prophetisch vorausgesagt wurde ,wird wieder eintreffen . Wann ??                                                   (Vielleicht der Anfang der Wehen ?)

Jedefalls handelt es sich hier um zwei "Böcke" ,also unterschiedliche Kulturen und Religionen .Da ist Hopfen und Malz verloren ! Letztlich geht es aber nicht um Ansprüche -Macht -oder Rohstoffe also finanzielle Interessen ,wofür diese kämpfen ! All das sind nur Verführungen im Pokerspiel .Sondern um Erkenntnis   des Schöpfers und seiner Gebote ! Deswegen wird sein Urteil auch ganz anders und unerwartet ausfallen ,wenn ER wiederkommt. 

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