Viele Israelis unterstützen den harten Kurs der Regierung

Umfragen zufolge würde Mehrheit in Israel Netanjahu wiederwählen

Auch inmitten der anhaltenden Kämpfe mit der Hisbollah im Libanon und der Sorge vor einem Krieg an mehreren Fronten unterstützen viele Bürger Israels weiterhin den konsequenten militärischen Kurs der Regierung.

Benjamin Netanjahu


Eine neue Umfrage zeigt eine gespaltene, aber überraschend stabile Stimmung in Israel: Mehr als die Hälfte der Israelis würde Premierminister Benjamin Netanjahu bei einer Direktwahl wiederwählen.

Gespaltene Stimmung bei anhaltenden Konflikten

Trotz der Eskalation im Libanon, wo israelische Truppen große Teile des Gebiets besetzt halten und weiter mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz Gefechte führen, bleibt die Unterstützung für einen harten Kurs hoch. Und das trotz der grausamen Bilder von zivilen Opfern im Libanon, die die Weltöffentlichkeit zutiefst erschüttern.

Viele Israelis fordern eine Fortsetzung der Operationen, um die Bedrohung durch Hisbollah dauerhaft zu beseitigen. Gleichzeitig wächst die Angst vor einem Mehrfrontenkrieg, der Israel zusätzlich belasten könnte.

Eine aktuelle Erhebung kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der Israelis Netanjahu in einer hypothetischen Direktwahl den Vorzug geben würde. Meinungsforscher sprechen von einer gespaltenen Stimmung im Land, in der Sicherheitsfragen weiterhin dominieren.

Hohe Zustimmung für militärisches Vorgehen

In mehreren Umfragen der vergangenen Wochen zeigt sich eine klare Mehrheit unter jüdischen Israelis für die Fortsetzung des Krieges gegen die Hisbollah. Bis zu 80 Prozent bewerten das Vorgehen der israelischen Armee positiv. Viele sehen in Netanjahu trotz aller Kritik den erfahrenen Sicherheitsmann, der das Land in existenziellen Bedrohungen schützt.

Die jüngsten Entwicklungen im Libanon, darunter massive israelische Angriffe trotz einer von US-Präsident Trump vermittelten Waffenruhe, stoßen bei einem großen Teil der Bevölkerung auf Zustimmung. Experten erklären dies mit dem tief verwurzelten Sicherheitsbedürfnis nach den Angriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 und den anhaltenden Raketenbedrohungen aus dem Libanon und dem Iran.

Politische Lage vor den Wahlen im Herbst

Die Parlamentswahl ist spätestens für Oktober 2026 angesetzt. Während Netanjahus Likud-Partei in vielen Umfragen weiterhin stärkste Einzelpartei bleibt, erreicht sein rechtes Lager derzeit oft keine klare Mehrheit von 61 Sitzen in der Knesset. Die Opposition aus Mitte und linker Mitte liegt in Blockumfragen teilweise vorn, schafft aber ebenfalls häufig keine stabile Regierungsmehrheit.

Dennoch signalisiert die hohe persönliche Zustimmung für Netanjahu in Direktwahl-Szenarien, dass sein harter Kurs bei vielen Wählern ankommt.

Kritiker werfen ihm vor, die Kriege zu verlängern, um politisch zu überleben. Seine Anhänger sehen darin hingegen die notwendige Entschlossenheit gegen existenzielle Bedrohungen.

Ausblick auf eine unsichere Zukunft

Die kommenden Monate dürften entscheidend sein. Sollte es Israel gelingen, die Hisbollah entscheidend zu schwächen, könnte dies Netanjahus Position weiter stärken. Bleibt der Konflikt jedoch eine Hängepartie oder eskaliert zu einem echten Mehrfrontenkrieg, könnte die Stimmung kippen.

Aktuell zeigt die Umfrage jedoch: Trotz aller Kriegsmüdigkeit und internationaler Kritik setzt eine Mehrheit der Israelis weiter auf Stärke statt auf schnelle Kompromisse. Netanjahu bleibt damit eine zentrale Figur, die das Land tief spaltet – und dennoch von vielen als Garant für Sicherheit wahrgenommen wird.

Sven von Storch

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Comments

facherfahrener

27.04.2026 | 10:04

die diese Logik vertreten haben ein Denkproblem. Und am Ende geht es um Rohstoffe/Geld.

Beispiel Golanhöhen - Israel nimmt sich das Gebiet mit Gewalt - Rothschilds beuten es aus.

Der dumme Wähler hat nichts davon - wird als Kanonenfutter verballert an dem die Mrd-re in USA

ach noch verdienen.  "Wer Gewalt sät - wird Gewalt ernten"

Man kennt das ja mit den Umfragen. Ich wurde noch nie befragt.

Zu beachten ist, dass sehr, sehr viele Israelis eben NICHT mit dem Kurs von Netanjahu einverstanden sind. Das hat groteske Folgen. Als Juden in der Gedenkstätte Buchenwald gegen Israels Politik demonstriert haben, wurde die Kundgebung als antisemitische Veranstaltung eingestuft.

Ich frage mich, ob Israel das einzige Land ist,
das über ein "Existenzrecht" verfügt.

Wenn ich Herrn Netanyahu's Ambitionen im
Hinblick auf das Projekt "Greater Israel" richtig
verstanden habe, dann scheint es ja so zu sein,
dass die israelischen Eliten, eventuell einigen
Nachbar-Ländern, gerade ein solches Existenzrecht
ganz, oder in Teilen, selbst nicht zubilligen möchten.

Eventuell ist das ein Widerspruch, im Sinne
des Kant'schen kategorischen Imperativs. Und ich
würde mir sehr wünschen, dass vielleicht einmal die
Bundesregierung diesen Widerspruch auflösen
könnte. Besonders vor dem Hintergrund, dass ja das
Grundgesetz eine Friedenspflicht für Deutschland
vorsieht, und die indirekte Beteiligung an, bzw. die
Förderung von Aggressionen, im Sinne des Völkerrechts,
sehr problematisch sein könnte.

Unsere(?) abhängige Bundesregierung dürfte aber "diesen Widerspruch" nur mit Genehmigung der globalistischen Fremdherrschaft auflösen!

Und die steht im Verdacht, Netanyahus Ambitionen zu unterstützen ...

 

Sascha Lehrrieder

28.04.2026 | 05:40

Wenn die Amerikanischen Kriegsverbrecher, Deutschland 1945 nicht den "nicht Angriffspakt", der mit den Amis ausgehandelt wurde, nicht gebrochen hätten (wie so fast alle Verträge), dann hätte Deutschland den Krieg gewonnen und es gäbe heute das "Judenproblem" mit dem heute Kriegsverbrecherischem Israel und dem weltweit aus Den Haag gesuchten Kriegsverbrecher Netanjahu nicht.

Ich finde, dies sollte der AfD Anlass geben, die Haltung zu hinterfragen, dass "Die Deutsche Staatsräson der Schutz Israels ist", wie von Weidel, Gauland und anderen festgehalten wurde, und sie sollte sich geschlossen hinter Chrupalla stellen.

Unter keinen Umständen darf aus "Deutschland zuerst" "Israel zuerst" werden, wie schon in den USA geschehen.

"Viele Israelis unterstützen den harten Kurs der Regierung"

Das zeugt m. E. davon, dass das jüdische Volk zum größten Teil glaubt, etwas Besonders zu sein und damit das Recht hat, sich einfach zu nehmen, was es will und daher auch das Recht besitzt, allein die Welt regieren/beherrschen zu können mit der irrsinnigen Überzeugung bzw. narzisstischen Einbildung, das alleinige von Gott auserwählte Volk zu sein, das dazu das Recht habe.

Man kann eben auch bzw. insbesondere seinen Glauben VERLOGEN benutzen, um an die Macht zu gelangen. Aber DAS ist ja nichts Neues.

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