China ist größter Handelspartner des Iran

Trump verhängt Zölle auf Handelspartner des Iran: China reagiert scharf

US-Präsident Trump hat 25-Prozent-Zölle gegen jedes Land angekündigt, das Handel mit dem Iran betreibt. China reagiert als größter Handelspartner des Iran scharf und kündigt Gegenmaßnahmen an.

Sprecherin des chinesischen Außenministeriums


US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle angekündigt. Diese richten sich gegen Länder, die Handel mit dem Iran betreiben. China als größter Handelspartner des Iran fühlt sich stark betroffen. Die Regierung in Peking hat die Maßnahme scharf kritisiert. Sie sieht darin eine Bedrohung für den globalen Handel [siehe Bericht "n-tv"]. China importiert über eine Million Barrel Öl pro Tag aus dem Iran. Das macht den Handel für Peking essenziell.

Hintergrund der Ankündigung: USA wollen den Iran isolieren und somit das Regime in Teheran schwächen

Trump hat die Zölle über sein soziales Netzwerk "Truth Social" verkündet. Er sprach von einem 25-Prozent-Zoll auf jedes Land, das Geschäfte mit dem Iran macht. Die Maßnahme gilt sofort und ist endgültig. Trump begründet sie mit der Notwendigkeit, den Iran zu isolieren. 

Der Iran hat in letzter Zeit Spannungen mit den USA verstärkt. Dazu gehören Konflikte um das Atomprogramm und regionale Krisen. Hinzu kommen aktuell die Proteste und Unruhen im Lande, die das Potenzial zur Revolution haben.

Chinas will einen Zollkrieg verhindern, weil es vom iranischen Erdöl abhängig ist

Das chinesische Außenministerium hat schnell reagiert. Sprecherin Mao Ning sagte, dass es in einem Zollkrieg keine Gewinner gebe. China werde seine legitimen Rechte und Interessen entschlossen schützen. Peking verurteilt unilaterale Sanktionen der USA. Es lehnt die sogenannte "long-arm jurisdiction" ab. Das bedeutet, dass die USA Einfluss auf ausländische Geschäfte nehmen. 

Die chinesische Botschaft in den USA nannte die Zölle "wirtschaftliche Nötigung". China plant, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

Auswirkungen auf den bilateralen Handel: Mehrere Staaten als Handelspartner des Iran von den Sanktionen betroffen sein

Der Handel zwischen China und dem Iran belief sich 2025 auf rund 17,8 Milliarden Dollar. China ist der größte Abnehmer iranischen Öls. Die neuen Zölle könnten diesen Austausch stark erschweren. Für die USA-China-Beziehungen birgt das Risiken. Trump hatte im Oktober 2025 einen Handelsfrieden mit China vereinbart. Nun droht dieser zu scheitern. 

Chinas Wirtschaft kämpft bereits mit langsamem Wachstum. Zusätzliche Zölle würden die Lage verschärfen [siehe Bericht "Sky News"].

Doch nicht nur China ist betroffen: Andere Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Indien handeln mit dem Iran. Sie könnten ebenfalls Zölle zahlen müssen. Die EU hat eigene Restriktionen gegen den Iran wegen des Atomprogramms. Deutschland exportiert wenig in den Iran. Der Anteil liegt unter 0,1 Prozent des Gesamtexports. Experten warnen vor einer Eskalation im Welthandel. Trump betont, dass die USA stark bleiben müssen.

Sven von Storch

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Kommentare

Ich bin mir sicher, wenn die USA nicht den Atlantik zwischen sich und dem Rest der Welt hätten, wäre die USA schon lange eine Kolonie von China, Russland, Europa oder einer anderen Nation.

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