Der Iran beansprucht ebenfalls Einfluss auf die strategische Wasserstraße

Trump fordert Schutzgebühren für Schiffe in der Straße von Hormus: Doch dann zieht er seine Forderung zurück

Donald Trump hat kürzlich erneut gefordert, dass die USA die Straße von Hormus sichern und dafür von den reichen Golfnationen bezahlt werden. Rund 20 Prozent Transitgebühr war der Plan. Doch dann hat Trump seinen eigenen Plan innerhalb kurzer Zeit wieder zurückgenommen.

Donald Trump


Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Etwa 20 Prozent des globalen Öls passieren diese enge Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Jede Störung hat unmittelbare Auswirkungen auf Energiepreise und die Weltwirtschaft. In den vergangenen Monaten haben militärische Auseinandersetzungen und Blockaden die Lage zusätzlich verschärft.

Trumps Forderung nach Übernahme und Bezahlung

Präsident Trump hat in jüngsten Äußerungen betont, dass die USA Milliarden für den Schutz der Wasserstraße ausgeben. Er forderte eine Erstattung durch die Golfstaaten wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Kuwait. Konkret ist noch vor einem Tag von einer 20-Prozent-Gebühr auf durchfahrende Schiffe die Rede gewesen, die als "Schutzgebühr" dienen soll. Bei Einführung der Gebühr hätte sie 30 Millionen Dollar für einen einzelnen Supertanker betragen, der Öl transportiert.

Einen Tag später ist die Forderung wieder Passé

Kaum hatte Trump seine Forderungen in die Welt hinaus posaunt, hat er sie einen Tag später wieder zurückgenommen

Diese offensichtliche Kehrtwende demonstriert, in welcher schwierigen Lage sich Trump befindet. Denn militärische Schlagabtausche mit dem Iran nehmen wieder zu, und die Islamische Republik weigert sich, die Kontrolle über Hormus zu lockern. Die Ölpreise sind massiv angestiegen. Das könnte zu einem Anstieg der Benzinpreise für Amerikaner vor den Midterm-Wahlen im November führen

Irans Gegenposition und eigene Ambitionen

Der Iran betrachtet die Straße von Hormus als Teil seines natürlichen Einflussbereichs und hat in der Vergangenheit mit Schließungen oder Gebühren gedroht. Teheran lehnt eine US-Dominanz ab und sieht eigene Kontrollansprüche als legitimes Druckmittel gegen Sanktionen. Iranische Vertreter haben sarkastisch auf Trumps Pläne reagiert und eigene "faire" Gebühren ins Spiel gebracht.

Trotz US-Angaben über geschwächte iranische Seestreitkräfte bleibt die Lage angespannt. Berichte über Vorfälle mit Schiffen und Drohnen unterstreichen das anhaltende Konfliktpotenzial. Der Iran nutzt die strategische Lage, um Verhandlungen zu beeinflussen und seine Souveränität zu wahren.

Sven von Storch

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Kommentare

Trump zerlegt sich immer mehr selbst!

20% Transitgebühr war der Plan!? Wie konnte er nur so einen völlig absurden Blödsinn in die Welt setzen? Den kann man doch nicht mehr ernst nehmen ...

Trump weiß nicht mehr ein noch aus. Und deshalb pendelt er zwischen einer nach der anderen - irrsinnigen - Idee hin und her. Aber nichts davon bringt ihm und der USA den gewünschten Erfolg. Mit seinem arrogant siegessicheren Iran-Krieg hat er sich und den USA unendlich und wahrscheinlich dauerhaft geschadet. Aber so kann oder wird es irgendwann kommen, wenn man glaubt, allmächtig zu sein!

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