Regenbogenflagge am Reichstag

Statt Wappen und Hoheitszeichen gibt es verordnete Weltanschauung

Anlässlich der LGBT-Parade am vergangenen Wochenende in Berlin gönnte sich die Regierung etwas Besonderes: Nancy Faesers Innenministerium genehmigte das Hissen der Regenbogenflagge an allen hohen Dienstgebäuden des Bundes. Und zwar dauerhaft.

Bunt weht es vom Reichstag, bunt auch vom Kanzleramt, noch ärger treibt es das von der Grünen Lisa Paus geführte Buntes..., ähem Bundesamilienministerium, das unter Jubel und Politgetöse gleich die radikale Form der Regenbogenflagge hisst (ja, die gibt es auch), nämlich die sogenannte Progress-Regenbogenflagge. 

Eigentlich ist der »woke« Fortschrittsfetzen am Mast selbst mit Nancys »moderner, Vielfalt abbildender« Flaggenverordnung nicht erlaubt, aber wen interessiert das noch, wenn es schließlich um »Toleranz«, um »Vielfalt und Respekt«, um das Gute schlechthin geht. Und die »Progressiv-Regenbogenflagge« steht für Lisa Paus als ein »Zeichen besonderer Solidarität auch mit allen Trans- und Inter-Personen«, für queere Menschen und sogenannte POCs, Persons of Colour (dt. Menschen mit Farbe), die eigentliche Zielgruppe eines Ministeriums, das laut Webseite offiziell für Familien, Senioren Frauen und Jugend da ist. Momentan prangt auf der Webseite ein riesiges Standbilld, auf dem uns Erwachsene von der CSD-Parade winken. Auf der kompletten Seite ist weder eine Familie noch eine nette Oma zu sehen. Man muss eben Prioritäten setzen. 

Der Bruch mit der bundesdeutschen Flaggenverordnung, die das Hissen von Flaggen auf Wappen und in- wie ausländische Hoheitssymbole begrenzt, ist unter dem immer offener zutage tretenden Kulturmarxismus der Ampel zur Makulatur geworden. Künftig zählt die Weltanschauung in der Präsentation von Staatsgebäuden mit. Jedem, der die Zeit vor ´89 im Osten Deutschlands erlebt hat, dürfte es schaudern, erneut zu erleben, wie die neutrale, hoheitliche Symbolik geschleift wird für eine politisch aktive Minderheiten-Gruppierung, die ihren Machtanspruch zunehmend totalitär verbalisiert und umsetzt. Und die Ampel-Regierung lässt sich nicht nur willig vereinnahmen, sie treibt diesen Anspruch aktiv voran über das Vehikel eines angeblichen Kampfes gegen Rechts, gegen Rassismus, gegen »weißen Kolonialismus«, gegen »kulturelle Vereinnahmung« usw., der immer fanatischer wird.

So nimmt auch der Staat zunehmend würdelose Züge an in dem infantilen Überbietungswettbewerb, wer der LGBT-Community die meisten Unterwerfungsgesten erweist. Was ist denn mit Menschen mit nur einem Bein, Blinden, Veganern oder Menschen, die Traktor fahren? Bekommen die auch bald eine Flagge? Es muss ja nicht alles auf das Sexuelle beschränkt werden. Unter der Herrschaft der Grünen bekommen die normalen Bürger allmählich einen Begriff davon, dass der Totalitarismus auch unter dem Gewand einer propagierten sexuellen Befreiung lauern kann.

Ein Gastbeitrag der Initiative Familien-Schutz

Sven von Storch

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