Republikanischer Senator verurteilt US-Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran

Senator Ron Johnson bricht mit Trump: "Wir sind nicht im Krieg gegen das iranische Volk"

Der US-Senator Ron Johnson aus Wisconsin hat sich in einem Podcast deutlich von der harten Linie des Präsidenten Donald Trump gegen die iranische Zivilbevölkerung distanziert: "Wir sind nicht im Krieg mit dem iranischen Volk. Wir versuchen, es zu befreien."

Ron Johnson und Donald Trump


Der republikanische US-Senator Ron Johnson aus Wisconsin unterstützte zu Beginn den Krieges die Angriffe auf den Iran. Sie sollten das iranische Regime schwächen und die iranische Opposition stärken. 

Er lehnt jedoch die umfangreichen US-Bombenangriffe auf zivile Einrichtungen wie das Stromnetz ab. Die USA seien nicht im Krieg mit dem iranischen Volk, sondern versuchten, es zu befreien, so seine Meinung.

Trumps Drohung gegen Iraner führte zu Johnsons Bruch mit Trump

Ron Johnson hat sich in einem Podcast deutlich von der harten Linie des Präsidenten distanziert. Trump hatte gedroht, die zivile Infrastruktur des Iran, darunter das Stromnetz und weitere zivile Einrichtungen, zu zerstören, falls der Iran die Straße von Hormus nicht bis Dienstagabend wieder öffnet. 

Johnson fordert Unterscheidung zwischen Regime und Bevölkerung

Johnson betonte, dass er den Entschluss Trumps unterstütze, gegen den Iran vorzugehen, bevor dieser zu mächtig werde.

Gleichzeitig lehne er jedoch Maßnahmen ab, die der iranischen Bevölkerung schaden könnten. "Ich hoffe und bete, dass Präsident Trump das nur als Druckmittel einsetzt. Ich möchte nicht sehen, dass wir zivile Infrastruktur in die Luft jagen", sagte Johnson in der Sendung "John Solomon Reports".

Er machte klar: "Wir sind nicht im Krieg mit dem iranischen Volk. Wir versuchen, es zu befreien." Der Konflikt richte sich lediglich gegen etwa eine Million Eliten, die Revolutionsgarden, Sicherheitskräfte und die brutalen Machthaber des Landes. Diese würden die Macht nicht leicht abgeben, warnte Johnson und erinnerte daran, dass er schon bei den ersten Bombenangriffen auf einen schwierigen Einsatz hingewiesen habe.

Appell an internationale Partner

Zusätzlich forderte Johnson Verbündete und Nachbarstaaten im Nahen Osten und in Asien auf, stärker gegen den Iran vorzugehen. Besonders China, das auf Ölimporte angewiesen sei, solle Druck auf seine Partner ausüben, die Straße von Hormus für alle Schiffe zu öffnen. Die Freiheit der Schifffahrt sei ein wichtiges Prinzip, das die US-Marine jahrzehntelang gesichert habe und das die Weltwirtschaft ermögliche. Nun müsse die gesamte internationale Gemeinschaft Verantwortung übernehmen.

Die Äußerungen fallen in eine Phase laufender Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Teheran hatte einen jüngsten Vorschlag für eine 45-tägige Feuerpause abgelehnt, doch Trump erklärte weiterhin, mit einem "aktiven und willigen" Verhandlungspartner auf iranischer Seite zu sprechen.

Johnson positioniert sich damit als Stimme, die zwischen militärischer Entschlossenheit und dem Schutz der Zivilbevölkerung unterscheidet.

Sven von Storch

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Kommentare

Den Aussagen dieses Senators kann man sich nur anschließen!

In seinem von Israel dominierten Aktionismus hat Trump leichtfertig die Sympathien der Iraner (und großer Teile der Welt!) verspielt. Wozu mußte er u.a. im Iran eine sehr wichtige Brücke zerstören lassen?  Wozu hat er gegen jegliche diplomatische Gepflogenheit die iranischen Verhandlungspartner beleidigt?

Mit seiner Hörigkeit gegenüber den blindwütigen Israelis hat Trump nicht nur weltweit viele Unterstützer verloren, sondern auch seinen (und unseren!) globalistischen Gegnern in die Hände gearbeitet.  

Trump ist kein Politiker. Er ging in die Politik um sich persönlich zu bereichern. Trump hat mit uns Deutschen und Europäern nicht die geringsten Gemeinsamkeiten. Ami go Home.

Trump verliert immer mehr seiner Weggefährten, was er sich allerdings selbst mit seinem grundlosen Angriffskrieg gegen den Iran und die iranische Zivilbevölkerung zuzuschreiben hat!

Allerdings kann man nicht nachvollziehen, dass Trump bzw. ein US-Präsident in alleiniger Entscheidung, ohne die Zustimmung des Senats überhaupt einen Krieg, - und noch dazu diesen Krieg/dieses Verbrechen - beginnen, begehen und stattfinden lassen kann und darf?! Ein Verbrechen, das jegliches Völkerrecht verletzt! Wenn ein US-Gesetz das zulässt, dann sollte dieses Gesetz schleunigst geändert werden!

Ekkehardt Fritz Beyer

09.04.2026 | 16:02

... „Der US-Senator Ron Johnson aus Wisconsin hat sich in einem Podcast deutlich von der harten Linie des Präsidenten Donald Trump gegen die iranische Zivilbevölkerung distanziert: "Wir sind nicht im Krieg mit dem iranischen Volk. Wir versuchen, es zu befreien." ...

Bettelte Trump etwa deshalb um Waffenstillstand und will Israel scheinbar sogar fallen lassen? https://www.youtube.com/watch?v=YNIcFMYwI4U 

Und dass, obwohl sich der Donald etwa auch an seinem Freund – dem https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich - orientiert, und es auch darum nun doch zu keinen Deal zwischen den USA und dem Irak kommt?  https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/kein-deal-in-sicht-bereiten-sich-iran-und-die-usa-auf-den-grossen-krieg-vor-li.10029464 

Ja mei: Wie noch stellte dieses Fritze längst fest? 

"Frieden gibt es auf jedem Friedhof"!!!!!!!

So ist es scheinbar längst selbstverständlich: „US-Soldaten, Waffen und Ausrüstung bleiben in und um Iran stationiert, bis die Bedingungen der Waffenruhe eingehalten werden, erklärt Präsident Donald Trump. Mittlerweile rüstet sich die US-Armee für den "nächsten Feldzug"!!! https://rtde.team/international/276587-trump-us-armee-sammelt-kraefte/

Else Schrammen

09.04.2026 | 17:42

Natürlich sollte es kein Krieg gegen Zivilisten sein. Was aber, wenn, wie in Gaza, Männer, Frauen und Kinder vorgeschickt werden, um die Infrastruktur zu schützen? Die auf Brücken und vor Kraftwerken stehen? Die Islamisten, ob Hamas ode Mullahs haben eine etwas andere Vorstellung von "Sicherung" als wir hier im Westen!

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