Kulturmarxismus und »political correctness« gegen Meinungsfreiheit

Safe Space — Schutzraum für mich, aber nicht für dich!

In den USA und Europa fordern immer mehr ideologische und soziale Gruppen Schutzräume für sich, wo sie unkritisiert und unbehelligt ihren Illusionen anhängen können. Wehe dem, der in ihren Schutzraum eindringt und sie mit der Lebenswirklichkeit konfrontiert.

»Ich will nichts hören, nichts sehen. Lasst mich bitte mit deiner Meinung in Ruhe. Hier ist deine Rede verboten! Du schränkst mich mit deiner Meinung in meiner individuellen Entfaltung ein.«

In den USA und Kanada breitet es sich wie eine Modewelle aus. Auch in Europa, besonders in Großbritannien und Schweden, wird es immer häufiger gefordert: »Safe Spaces« — »Schutzräume« für regligiöse, ideologische und soziale Gruppen. Besonders oft greift die LGBTQ-Community nach dieser Forderung.

Worum geht es genau? Besonders häufig an Universitäten und Colleges geben Minderheiten ihrem Bedürfnis Ausdruck, sich vor Spott und Marginalisierung zu schützen, indem sie geschützte Räume fordern. So, wie bei Muslimen Männer und Frauen voneinander getrennt werden, so wollen gewisse Aktivisten in den USA, dass beispielsweise »Weiße« und Farbige (»People of Color«) an der Uni räumlich getrennt werden, weil sich einige »People of Color« in Gegenwart von weißen, europäisch-stämmigen Zeitgenossen unfrei und eingeschränkt fühlen.

Mitglieder der LGBTQ-Community (»Lesbian, Gay, Bi-Sexual, Trans-Gender, Queer«) fühlen sich beispielsweise von der »Heteronormativität« der »Normalos« eingeengt und wollen eigene Schutzräume (»Safe Spaces«), wo sie ihre speziellen Themen in Ruhe mit Gleichgesinnten ausdiskutieren können.

In der Realität führt dies dazu, dass einige Gruppen vor der Realität der Lebenswelt fliehen. Sie empfinden alles Mögliche als »politisch unkorrekt«. Sie wollen die Unis insgesamt zu »Safe Spaces« machen und dafür die Redefreiheit einschränken, weil sie so manches Gesagte als Unterdrückung empfinden. Gegner dieser Bewegung sehen hier jedoch eine Einschränkung der Rede- und Meinungsfreiheit.

So entstehen seltsame Forderungen. Studenten wollen zum Beispiel »Safe Spaces«, wo sie vom Prüfungsstress befreit sind. Afroamerikaner wollen Bereiche an der Universität, zu denen nur sie Zugang haben. Auch Ideen wie People-of-Color-Day, spezielle Tage, an denen »weiße« Studenten nicht zur Uni gehen dürfen, kommen immer wieder auf.

Die Heuchelei dieser Bewegung kommt dann zutage, wenn ganz normale »weiße« Studenten das gleiche für sich fordern. Das ist dann »racism« und »white supremacy«.

[ Weitere Infos und Beispiele gibt es hier, hier, hier, hier und eine Parodie hier. ]

Sven von Storch

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