Wie kommt es, dass Insider aus Politik und Wirtschaft durch den Irankrieg Milliardengewinne erzielen?

Pete Hegseth wegen möglichen Insider-Handels bei Senatsanhörung in die Mangel genommen

US-Senatoren nahmen bei einer Senatsanhörung den amtierenden Verteidigungsminister Pete Hedseth auseinander. Der konnte keine Erklärungen dafür finden, warum Involvierte des Irankrieges durch Spekulationen auf dem Ölmarkt Riesengewinne machten.

Pete Hegseth


Die US-amerikanischen Bürger zahlen den Preis für diesen Krieg mit dem Iran. Zahlreiche Soldaten sind schon gefallen oder verwundet. Die Kosten für die US-Steuerzahler gehen schon jetzt in die Hunderte von Milliarden US-Dollar.

Währenddessen machen einige Insider der Trump-Politik riesige Gewinne bei Spekulationen auf dem Ölmarkt. Nun ist Insider-Handel unter Politikern in den USA leider nichts Ungewöhnliches. Das betrifft Demokraten wie Republikaner. Doch die Dimensionen, die der Irankrieg heraufbeschört, sind astronomisch, sowohl, was die Kriegskosten angeht, als auch, was die Gewinner von Insider-Trades angeht. 

Wurde Insider-Wissen aus dem Pentagon oder Weißen Haus missbraucht, um Geschäfte zu machen?

Man mag von der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren halten was man will, aber die Fragen, die sie bei der kürzlichen Senatsanhörung dem amtierenden Verteidigungsminister Pet Hegseth stellte, stellt sich nicht nur die demokraitsche Opposition, sondern auch viele Republikaner und MAGA-Vertreter, die den Irankrieg ablehnen und hinterfragen.

Hier ein Ausschnitt aus dem Dialog der zweitstündigen Senatsanhörung:

Elizabeth Warren: "Jemand profitiert von Trumps Krieg. Insider, die wissen, was vor sich geht, und die auf Basis dieser Insider-Informationen Wetten abschließen. Am 23. März, nur 14 Minuten bevor Trump unerwartet über 'sehr gute Gespräche zur Beendigung des Krieges' gepostet hat, haben Trader plötzlich 500 Millionen Dollar auf den Ölpreis gesetzt – der nach Trumps Ankündigung sofort gefallen ist. Das wiederholte sich am 7. April und dann noch einmal am 21. April. Ein plötzlicher Anstieg der Öl-Wetten, dann ein Trump-Post und dann eine massive Veränderung des Ölpreises innerhalb von Minuten. Haben Sie eine andere Erklärung für diese perfekt getimten Spitzen in der Handelstätigkeit als Insiderhandel?"

Pete Hegseth: "Ähm, Senator, alles, was ich Ihnen sagen kann, ist, dass alles, was wir in unserer Abteilung getan haben, alles, was wir im Umgang mit Informationen in der Zusammenarbeit mit dem Weißen Haus und über die verschiedenen Behörden hinweg gemacht haben, vollkommen korrekt und rechtmäßig war."

Elizabeth Warren: "Was soll das heißen? Haben Sie eine andere Erklärung als Insiderhandel? Haben Sie eine Geschichte dafür, warum Minuten vor einer Ankündigung ein plötzlicher Anstieg der Handelstätigkeit stattfindet?"

Pete Hegseth: "Äh, Senator, ich bin mehr als fokussiert darauf, meinen Job zu machen und sicherzustellen, dass wir alles richtig ausführen. Und dank dieser Administration haben unsere Truppen in all diesen Missionen unglaubliche Dinge geleistet. Und das ist auch ein Teil des Grundes, warum wir bei diesen Razzien und Einsätzen so erfolgreich waren – weil diese gemeinsame Einsatztruppe…"

Elizabeth Warren: "Sie sagen also, Sie schenken diesem Insiderhandel keinerlei Beachtung. Wollen Sie mir das sagen? Dass Sie dem keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt haben? Sie haben es nicht bemerkt. Sie haben nichts dagegen unternommen."

Pete Hegseth: "Was ich sage, ist, dass wir uns auf unsere Mission –konzentrieren, für das amerikanische Volk zu handeln. Und was auf den Märkten passiert – auf den Wettmärkten –, damit haben wir nichts zu tun."

Elizabeth Warren: "Was auf den Wettmärkten passiert, ist Ihnen also egal. Auch wenn die Informationen möglicherweise von Insidern in Ihrem Büro stammen."

Die US-Öffentlichkeit wartet auf Antworten

Die Ablehnung gegenüber dem Irankrieg wächst in der US-Bevölkerung. Viele US-Bürger leiden unter den hohen Steuern, niedrigen Löhnen, miesen Job-Bedingungen, hohen Miet- und Wohnkosten, unbezahlbaren Immobilienpreisen und an einer unbezahlbaren Gesundheitsversorgung. Viele US-Bürger ersticken in Schulden.

Und in dieser Zeit wird (wie zurzeit in Deutschland unter Friedrich Merz) überproportional viel geld in die Rüstung und in Krieges investiert – etwas, das Trump eigentlich beenden wollte. 

Und andererseits bereichern sich einige Top-Politiker und Wirtschaftsmagnaten – scheinbar wie zufällig – an den Entwicklungen des Irankrieges, während Trump durch widersprüchliche Ansagen in den Sozialen Medien für ein Auf und Ab in den Aktienmärkten sorgt.

Das muss aufgeklärt werden, fordern immer mehr Amerikaner.

Sven von Storch

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Comments

Ekkehardt Fritz Beyer

15.05.2026 | 09:36

... „Die US-amerikanischen Bürger zahlen den Preis für diesen Krieg mit dem Iran. Zahlreiche Soldaten sind schon gefallen oder verwundet. Die Kosten für die US-Steuerzahler gehen schon jetzt in die Hunderte von Milliarden US-Dollar.“ ... https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-kosten-irankrieg-100.html

Während die Kosten für den Rest der Welt enorm sind!!! https://www.youtube.com/watch?v=YGM6G7BTiwE

 

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