Der Abzug wird als Strafe für die deutsche Kritik am Iran-Krieg gesehen. Doch in Berlin fürchtet man eher lokale wirtschaftliche Folgen als eine Bedrohung der Landesverteidigung, das berichtet jetzt auch die "New York Times". Damit dürfte auch der US-Regierung klar geworden sein: Deutschland ist von US-Truppen im Lande nicht abhängig.
Nicht wenige Deutsche haben die US-Truppen ohnehin eher als Nachkriegsbesatzung empfunden. Als nach der Wende die Russen abzogen, gab es viele Demonstrationen, dass die Amerikaner dies auch tun sollten. Doch die USA haben ihre Stützpunkte behalten, von denen aus sie ihre Operationen im Irakkrieg und Afghanistankrieg orchestrierten. Tatsächlich sind die US-Basen in Deutschland eher für die Amerikaner aus geostrategischer Perspektive wichtig als für die Deutschen zu deren Schutz.
Hintergrund des Abzugs
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat vergangene Woche angekündigt, rund 5.000 amerikanische Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Der Schritt soll als Reaktion auf die Kritik des deutschen Kanzlers Friedrich Merz am US-Vorgehen im Iran-Konflikt dienen. Merz hatte Washington vorgeworfen, von Teheran gedemütigt zu werden und keine klare Strategie zu verfolgen.
Von den derzeit etwa 35.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten würden nach dem Abzug noch rund 30.000 verbleiben. Trump hat jedoch weitere Reduzierungen angekündigt und von einem deutlich stärkeren Rückzug gesprochen. Der Abzug soll innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate erfolgen.
Keine Panik in Berlin, keine Sorgen in Deutschland, außer wirtschaftliche Bedenken
Deutsche Spitzenpolitiker und Sicherheitsanalysten zeigen sich weitgehend unbeeindruckt. Viele betonen, dass die Reduzierung um einen kleinen Teil der Truppen die Sicherheit Deutschlands nicht gefährde. "Ob nun 5000 mehr oder weniger amerikanische Soldaten in Deutschland stationiert sind, macht überhaupt keinen Unterschied", sagte etwa Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach. Ein vollständiger Abzug wäre hingegen ein anderes Thema und müsste langfristig und gut vorbereitet erfolgen, so Crumbach weiter.
Die Hauptsorge gilt nicht der Verteidigung, sondern den wirtschaftlichen Auswirkungen auf Regionen mit starken US-Militärpräsenzen. Basen und Trainingszentren wie in Hohenfels schaffen Arbeitsplätze und Einnahmen für lokale Gemeinden. Analysten warnen vor möglichen Einbußen in diesen Gebieten.
Abzug wird keine Krise hervorrufen
Historisch gesehen dienten die US-Truppen nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst der Besatzung und Stabilisierung, später der Abschreckung der Sowjetunion und schließlich der Unterstützung amerikanischer Einsätze in Afghanistan und Irak. Einige Deutsche sehen die verbleibenden Kräfte weiterhin als wichtigen Beitrag zur NATO und zur transatlantischen Partnerschaft, andere sehen darin eher eine späte Form der Besatzung.
Der Teilabzug wird als Test für die europäische Sicherheitspolitik gesehen. Friedrich Merz hat betont, dass die USA ein zentraler Partner bleiben, fordert aber zugleich eine Stärkung der eigenen europäischen Verteidigungsfähigkeiten. Ob weitere Länder wie Spanien oder Italien von ähnlichen Reduzierungen betroffen sein könnten, bleibt abzuwarten.
Insgesamt herrscht in Deutschland eine pragmatische Haltung: Der Abzug wird hingenommen, ohne dass er zu einer Krise in den Beziehungen führt.


Comments
Der Abzug von faktischen…
Der Abzug von faktischen oder tatsächlichen Besatzungsmächten wird in allen Ländern der realen Welt traditionell bejubelt.
Die Russen sind als Besatzer aus der Ex-DDR vollständig abgezogen - und die 35.000 Amis sollten ebenfalls - als faktische Besatzer - unverzüglich aus Westdeutschland (BRD) abziehen.
https://germania.diplo.de/ru-de/2580066-2580066
... „Insgesamt herrscht in…
... „Insgesamt herrscht in Deutschland eine pragmatische Haltung: Der Abzug wird hingenommen, ohne dass er zu einer Krise in den Beziehungen führt.“ ...
Weil längst etwa davon ausgegangen wird, dass sich dieses Fritze nun auf den durch seine Göttin(?) vor 20 Jahren eingeschlagenen Weg begibt??? https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/29872/deutschland-und-russland-strategische-partner/
Wer ist denn unser wahre Feind?
Unser wahrer Feind sitzt im Bundestag und nennt sich Altparteien! Russland ist kein Feind! Russland wurde uns nur von den USA als Feind deklariert, aber in Wahrheit hat sich Russland als ein sehr guter und zuverlässiger Handelspartner Deutschlands erwiesen!
Und was den US-Truppenabzug angeht, das ist für uns Bürger eine Entlastung! Denn alles, was die USA hier in Deutschland stationiert haben, von Truppen bis zu Atomwaffen, ist nur ein potenzielles Angriffsziel und eine Provokation für Russland!
Es ist schon klar, warum die USA ihre Leute abziehen. Europa wird derzeit von den USA militärisch gegen Russland in Stellung gebracht! Hier sollen europäische Soldaten geopfert werden! Die Amis lassen uns deren Drecksarbeit machen und verkaufen uns den Truppenabzug noch als Bestrafung! Wir sollten stattdessen jubeln und ihnen deren Atomwaffen gleich mit dazu geben!
Wenn die deutschen Bürger wirklich wüssten, mit wie vielen Raketen Russland bereits in Deutschland anvisiert hat, dann würden viele den ganzen Tag mit Angst in der Hose herumlaufen, anstatt auf Russland zu schimpfen!
legal illegal scheißegal…
legal illegal scheißegal... nur diäten zählen... alice erlöse uns von den politidioten... zum haare schneiden brauchst du einen meistertitel als frisör... um politiker zu spielen reicht es wenn du knapp auf drei zählen kannst... weitere ausbildung oder wissen oder verpflichtungen zu deinem neuen politiker-amt sind nicht nötig... es genügt wenn du ein bankkonto für die überweisungen aller unverschämten besoldungen nachweisen kannst... von vorteil ist die mitgliedschaft in einer partei nogo oder antifa.... das hilft schnell sicher und unbürokratisch dein leben zu versüßen und unabhängig zu machen von arbeit und leistung... allerdings kopfnicken solltes du etwas beherrschen und dreck brüllen ist auch von vorteil ....auf zuruf... alice erlöse uns von dem dreck....
SiFi hat längst begonnen....Militär im Umbruch
Die einen nennen es "Bestrafung gegen Europa" - Trump sieht es vermutlich aus rationalen Gründen, wo die Frage im Raum steht, was sollen 5.000 US-Soldaten für ein Sicherheitsgefühl bewirken. Das Denken militärischer Strategien und Taktiken und Technik hat sich grundlegend zu Gunsten geringerer Personalbedarf verändert. Seit Afghanistan und vor allem jetzt durch den Ukrainekrieg steht die Militärtechnik Kopf. Ausgefeilte Raketentechnik, Satellitenkontrolle, Drohnen in der Luft und bald auf dem Landweg machen große Artillerie-, Panzerverbände und Bomberstaffeln überflüssig. Schon jetzt werden einzelne Kampfeinsätze sehr effizient und kostengünstig am Joystick durchgeführt. Gesicherte Umgebung Tausende Kilometer weit weg. Man muss nicht mehr vor Ort sein. Leistungsstarke Russische Raketen können innerhalb von 2h flächendeckend alles vernichten - ohne selbst ein Soldat je ins Feld gehen muss. So ändert sich auch die Art der Einsätze und Ausbildungen. Keine großen Divisionen - nur kleine Einheiten mit Spezialausrüstung können mehr bewirken. Die Nachschubprobleme vergangener Epochen für Heeresarmeen sind überflüssig. Nachschubwege auf Bahn und Straße sind zerstörbar und durch Satteliten schneller erkannt als dass eine Einheit sich tarnen könnte. Auch die Luftstreitkräfte werden sich dezimieren, weil es zukünftig keine bemannten Cockpits mehr benötigt. Ganze Waffengattungen werden verschwinden.
Der Effekt: Der Anteil der Verluste beim Militärpersonal wird sich vielleicht auf Tausend beschränken, aber der Anteil der Zivilbevölkerung erhöht sich. Man wird Massen von Toten haben. Ein Soldat auf 10.000 zivile Tote. Man befindet sich im Übergang und alle Länder mit Armeen haben dieselben strategischen Umwälzungen auch in der Militärtechnik. Die späteren Kosten der Militäreinsätze und Aufwand werden sich erheblich verringern. Wenn man eine ganze Stadt mit einer Rakete (2 Millionen Dollar) zerstört - wo man früher ganze Divisionen verheizte um so eine Stadt zu erobern. Diese Entwicklung ist durch die Schadensbilanzen der erfolgreichen Drohnen schon jetzt erkennbar. Und, kleine Länder mit wenig Budget können sich solche hochgefährlichen Drohnen FPV, UAV's leisten, selber bauen, nach Baukastenprinzip und in hohen Stückzahlen lieferbar.
SiFi hat längst begonnen.
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