Der entscheidende Impuls für den Angriff auf den Iran kam aus Israel. Doch Trump wird nun vorgeworfen, sich allzu leicht von Netanjahu zum Krieg überredet haben zu lassen und seine eigenen US-Berater, die US-Geheimdienste und Minister ignoriert zu haben.
Jetzt wird sogar ausführlich in der "New York Times" berichtet, wie Nethanjahu Trump in den Krieg lockte
Der Vorwurf wiegt schwer: Benjamin Netanjahu soll Donald Trump in den Krieg gegen den Iran gelockt haben. Ein detaillierter Bericht der "New York Times" vom 7. April 2026, der auf Recherchen für ein kommendes Buch der Journalisten Jonathan Swan und Maggie Haberman basiert, zeichnet ein kritisches Bild der entscheidenden Stunden im Weißen Haus.
Am 11. Februar traf der israelische Regierungschef mit einem schwarzen SUV ein und hielt eine hochklassifizierte Präsentation im Situation Room. Trump und sein engster Kreis hörten zu. Der US-Präsident reagierte mit den Worten "Klingt gut!". Viele Anwesende werteten dies als grünes Licht für eine gemeinsame Militäroperation.
Die Präsentation im "Situation Room"
Netanjahu präsentierte einen Vier-Phasen-Plan, der auf einen schnellen Regimewechsel in Teheran abzielte.
Zuerst sollte die Führung des iranischen Regimes beseitigt werden. Danach folgte die Zerstörung des Raketenprogramms innerhalb weniger Wochen. Aufstände im Land und der Einsatz kurdischer Kräfte aus dem Nordwesten sollten das Regime weiter schwächen. Abschließend war die Einsetzung eines säkularen Führers geplant – etwa Reza Pahlavi, der in den USA lebende Sohn des letzten Schahs.
Der Mossad-Chef David Barnea und israelische Militärs unterstützten die Darstellung mit Bildern und Videos auf großen Bildschirmen.
Trump saß nicht wie üblich am Kopf des Tisches, sondern seitlich gegenüber Netanjahu. Anwesend waren unter anderem Stabschefin Susie Wiles, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth, CIA-Direktor John Ratcliffe und General Dan Caine als Chef der Joint Chiefs of Staff. Vizepräsident J. D. Vance, ein erklärter Kriegsgegner, fehlte bei dem Treffen.
Die Präsentation war keine spontane Idee. Netanjahu hatte seit Monaten auf einen großen Schlag gegen den Iran gedrängt. Die anschließenden Diskussionen im Weißen Haus zogen sich über Tage und Wochen hin. Trump wog seine eigenen Instinkte gegen pessimistische Geheimdienstberichte ab.
Warnungen aus dem eigenen Team
Trotz der positiven Reaktion Trumps gab es massive Bedenken im US-Lager. Die Geheimdienste hielten Teile des israelischen Plans für unrealistisch. CIA-Chef Ratcliffe nannte das Szenario eines schnellen Regimewechsels "lächerlich". Rubio soll ergänzt haben: "Mit anderen Worten: Das ist Bullshit." General Caine warnte vor der Gefahr einer Blockade der Straße von Hormus durch iranische Kräfte. Stabschefin Wiles hob die wirtschaftlichen Risiken hervor – steigende Benzinpreise kurz vor den Midterm-Wahlen.
Dennoch setzte sich Trump über diese Einwände hinweg. Er glaubte an einen raschen Sieg und sah die Risiken einer Untätigkeit als größer an.
Ein "Focus"-Bericht vom 8. April 2026, der sich direkt auf die "New York Times" stützt, unterstreicht die Rolle Trumps: Politikwissenschaftler Carlo Masala von der Bundeswehr-Universität München spricht von einem "Blame Game". Die Trump-Seite versuche nun, die Verantwortung Trumps komplett auf Israel abzuwälzen. Tatsächlich habe Trump trotz eigener militärischer und geheimdienstlicher Kapazitäten dem Plan zugestimmt. Im Grunde genommen hat er sich über den Tisch ziehen lassen und die Kritik seiner Berater an den israelischen Vorschlägen nicht genügend beachtet.
Netanjahu weist die Vorwürfe zurück
Der israelische Ministerpräsident hat die Darstellung entschieden zurückgewiesen. In einer Pressekonferenz erklärte er, es handle sich um "Fake News". Niemand könne Donald Trump etwas vorschreiben. "Ich habe den Präsidenten nicht überzeugen müssen, die nukleare Bedrohung durch den Iran zu stoppen", betonte Netanjahu. Er verwies darauf, dass Trump aus eigener Überzeugung gehandelt habe.
Dennoch bleibt der Eindruck eines starken israelischen Einflusses. Internationale Medien wie "The Independent" und die "Economic Times" greifen den NYT-Bericht auf und sprechen von einer "Teheran-Falle", in die Trump gelockt worden sei.
Ob Netanjahu Trump wirklich "gelockt" hat oder lediglich eine bereits vorhandene Neigung verstärkte, bleibt umstritten. Fest steht: Die Präsentation im "Situation Room" markierte den Wendepunkt. Die USA sind nun in einen Konflikt verwickelt, dessen Ende noch nicht absehbar ist.


Kommentare
"Die USA sind nun in einen…
"Die USA sind nun in einen Konflikt verwickelt, dessen Ende noch nicht absehbar ist. "
Macht mit Trump und Netanjahu den Maduro!!!
Herr im Hause
Ist der Herr Trump schon lange nicht mehr. Und Bibi hat schon gesagt, was Trump für ihn ist.
Das traurige daran ist, das Trump NICHTS unternimmt um Bibis Aussage zu widerlegen.
Trumps Untätigkeit erreicht schon -Biden- (Marionette)
Dem ist doch nichts mehr…
Dem ist doch nichts mehr hinzuzufügen. Netanjahu hat den netten Onkel Donald aus "Entenhausen" aufs Kreuz gelegt. Jetzt ist seine Beliebtheit im Eimer.
Die Qualitäts-Medien frohlocken! Rückschritt für den Fortschritt!
Deutschland hat jetzt nichts eiligeres zu tun, als sich inbrünstig an diesem Desaster noch zu beteiligen, um weitere Reparationszahlungen zahlen zu dürfen!
... „Neue Enthüllungen aus…
... „Neue Enthüllungen aus dem Weißen Haus zeigen, wie der israelische Ministerpräsident mit einer Präsentation im "Situation Room" den US-Präsidenten Donald Trump zum Militäreinsatz gegen den Iran überredete und wie Trump interne Warnungen seiner Berater und Minister ignorierte.“ ...
Weil Bibi auch privat ein guter Freund des Donald ist, dem es zu helfen gilt??? https://www.youtube.com/watch?v=PYNg_4jGxCg
Netanjahu und Trump müssen…
Netanjahu und Trump müssen vor ein internationales Gericht gestellt werden.
Wenn es so gewesen .....
Wenn es so gewesen sein soll(te), dass Netanjahu Trump in den Irankrieg "gelockt" hat, dann muss man sich allerdings fragen, was das für ein US-Präsident der großen, mächtigen USA ist, der sich von einem Präsidenten eines so kleinen Staates in einen Krieg "locken" lässt?!
Mir erscheint daher diese Behauptung eine pure Ausrede zu sein, damit Trump und die USA ihr Gesicht wahren und die Schuld an diesem Desaster ihres verlorenen Angriffskrieges allein Netanjahu und den Israelis in die Schuhe schieben können!
Netanjahu
Es liegt nahe, diese Meinung zu haben. Man wird total verunsichert, wer eigentlich von wem regiert wird. Wird Trump auch von den Juden in USA regiert oder hat er wirklich noch das Beste für unsere Gesellschaft im Auge.
Ich bin überzeugt, .....
@Günter Diehl
Ich bin überzeugt, dass Trump von den wahren Mächtigen - und das sind nicht wenige Personen, die im Hintergrund die Fäden ziehen - befehligt wird. Er ist genauso wie alle Regierenden in anderen Ländern doch auch nur eine Marionette dieser wirklich Mächtigen. Und das sind insbesondere die über die Welt verteilt sitzenden, agierenden und mächtigen Zionisten, die dank ihres unendlichen Reichtums die Macht dazu haben. Die meisten, vor allem jüdische Zionisten, befinden sich in den USA. Und in Israel sind sowieso NUR jüdische Zionisten in Machtpositionen.
Trump ist zwar offenbar (auch) ein jüdischer Zionist - zumindest gehört er seit längerem dem Judentum an - so wie natürlich Netanjahu. Allerdings besitzt Trump nicht die Macht derer, die ihn befehligen und benutzen, sodass er das machen und so "regieren" muss, wie diese Hintergrund-Mächtigen es ihm vorschreiben. Daher auch seine politische Wende - zumindest in der Außenpolitik - um 180 Grad. Ob es allerdings wirklich eine Wende "in ihm" gab oder er von Anfang an nur alle getäuscht und belogen hat, um an die sogenannte Macht kommen, also zumindest US-Präsident werden zu können, wissen wir alle nicht, ist aber zu vermuten.
Ein echter jüdischer Zionist ist Netanjahu, dessen Vater und Großvater auch schon aus Polen stammende Zionisten waren, und damit ist Netanjahu wahrscheinlich tatsächlich mächtiger als Trump. Und daher wurde und wird Netanjahus bestehender Haftbefehl bisher ja auch nicht angewandt.
In wieweit Netanjahu ALLEIN Trump befehligen kann, kann man als völlig Außenstehender und Politik-Laie natürlich nicht wissen. Allerdings scheint er die "Bezugsperson" für Trump zu sein.
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