Universitäten werden zu Brennpunkten des Widerstands

Neue Welle von Studentenprotesten im Iran

Die Lage im Iran eskaliert wieder. Studenten protestieren für die Freiheit in Teheran, Mashhad, Isfahan und anderen Städten gegen das Ajatollah-Regime und rufen Slogans wie "Tod dem Diktator" und "Tod der Islamischen Republik".

Proteste im Iran


Nur einen Monat nach der blutigen Niederschlagung landesweiter Proteste im Januar flammen in Iran erneut Demonstrationen auf. Tausende Studenten skandieren in Teheran, Mashhad und anderen Städten Parolen gegen das Regime und fordern Gerechtigkeit für die Getöteten. Die Proteste halten nun bereits den dritten Tag in Folge an und es kommt zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.

Wiedereröffnung der Universitäten als Auslöser

Seit Samstag, dem 21. Februar 2026, haben die Universitäten im Iran nach einer einmonatigen Schließung den regulären Betrieb wieder aufgenommen. Anstatt zu Vorlesungen zurückzukehren, nutzten Tausende Studierende den Semesterbeginn für massive Proteste. 

Die Demonstrationen begannen an Elite-Unis wie der Sharif University of Technology, der Amirkabir University und der "University of Tehran" in der Hauptstadt sowie an der Ferdowsi University in Mashhad. 

Studenten boykottierten den Unterricht und versammelten sich auf den Campussen, um der Opfer der Januar-Proteste zu gedenken, bei denen Tausende durch Sicherheitskräfte getötet wurden.Radikale Slogans gegen das RegimeDie Protestierenden skandieren offene regimekritische Parolen wie "Tod dem Diktator", "Tod Khamenei" (in Bezug auf den Obersten Führer Ali Khamenei), "Dies ist das Jahr des Blutes; Seyed Ali wird gestürzt" und "Tod der Islamischen Republik". In manchen Fällen wurden Bilder von Khamenei zertreten oder verbrannt. 

An der Al-Zahra-Universität (einer reinen Frauenuni) in Teheran brannten Demonstrantinnen die Flagge der Islamischen Republik und riefen "Entweder Tod oder Khamenei". Vielerorts wird der Exil-Prinz Reza Pahlavi als Symbol für einen möglichen Wandel gefeiert, während andere explizit Demokratie und Freiheit fordern – ohne Rückkehr zu Monarchie oder Klerikalismus.

Zusammenstöße und Repression durch Sicherheitskräfte

Die Proteste eskalierten schnell zu Auseinandersetzungen mit Basij-Milizen und anderen Sicherheitskräften. Es gibt Berichte über Tränengas, Schusswaffen und brutale Angriffe auf Studierende. An mehreren Unis wurden Demonstranten festgenommen, Campusse teilweise abgeriegelt und Ausweise kontrolliert. 

Am Montag, den 23. Februar, hielten die Proteste in Teheran, Isfahan und Mashhad weiter an – nun bereits den dritten Tag. Es kam zu Verletzten und mindestens einem Todesfall: Ein Student der "Iran University of Science and Technology" soll nach Schlägen durch Basij-Kräfte während der Proteste plötzlich zusammengebrochen und gestorben sein.

Unruhen könnten für die USA das Zeitfenster für ein Regime-Change in Teheran öffnen

Die Unruhen finden vor dem Hintergrund anhaltender wirtschaftlicher Krisen, hoher Inflation und internationaler Spannungen statt – einschließlich eines US-Militäraufmarschs in der Region und Verhandlungen über ein neues Atomabkommen. Die Regierung reagiert mit harter Hand: Internetbeschränkungen, Massenverhaftungen und Propaganda über staatliche Medien, die die Protestierenden als "falsche Studenten" oder ausländische Agenten darstellen. Menschenrechtsorganisationen fordern Transparenz über die Januar-Opfer und ein Ende der Repression. Die Proteste gelten als die größten seit der brutalen Niederschlagung vor sechs Wochen und zeigen, dass die zugrunde liegende Unzufriedenheit unvermindert ist.

Unis sind zu Orten des Widerstandes geworden

Bis zum 23. Februar 2026 breiten sich die Demonstrationen weiter aus, trotz verstärkter Sicherheitspräsenz. Experten warnen vor einer möglichen Eskalation, sollte das Regime erneut mit extremer Gewalt reagieren. Die Universitäten haben sich erneut zu zentralen Orten des Widerstands entwickelt – ein Muster, das in der iranischen Geschichte immer wieder zu tiefgreifenden Veränderungen geführt hat. Die kommenden Tage werden zeigen, ob diese neue Protestwelle zu einer breiteren Bewegung anwächst oder erneut niedergeschlagen wird.

Sven von Storch

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Kommentare

Mutige Menschen ,die gegen Landesteufel aufstehen und bereit sind ihr Leben zu opfern !Vermutlich eine weitere Hoffnung den Druck gegen das Regim aufzubauen ,damit Trump einschreitet ? Hoffen wir ,dass ein Unrechtsregime fällt ,auch wenn ein Krieg zw.USA und Iran /Russland -China gefährlich näherrückt und weltweite Auswürkungen haben dürfte .

Überall, wo die 'Regime' ge-change-t sind, um
die Resourcen und das Öl auszubeuten, und
überall wo eine Vasallen-Regierung installiert
ist, um gewisse Interessen zu schützen, dort geht
es der "Menschheit", den "Menschen", bzw. der
"Zivilisation" - also u.a. den Mitgliedern und Strippenziehern
von WEF, CFR, und Bilderbergern - ja sooooo viel besser.
Ein Blick nach Afghanistan, ein Blick in den Irak.
ein Blick nach Libyen..., ein Blick nach Deutschland,
beweist es:

Schöner kann es einfach nicht sein ...
für die "Menschen" ....

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