Staatsanwaltschaft will Beschwerde einlegen

Nach Tod eines Feuerwehrmanns in Augsburg_ Sechs Verdächtige entlassen

Nachdem ein Feuerwehrmann in Augsburg totgeprügelt wurde, sind sechs Verdächtige aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Jugendkammer sah keinen dringenden Tatverdacht. Der siebte bleibt in Haft.

Nach verschiedenen Presseberichten (siehe Berichte »Focus-Online«, »Bild-Online«, »RP-Online« sind sechs der insgesamt sieben Verdächtigen aus der Untersuchungshaft entlassen worden und wieder auf freiem Fuß.

Die Jugendkammer des Landgerichtes Augsburg soll bei den sechs Verdächtigen keinen dringenden Tatverdacht sehen, heißt es. Damit reagierte das Gericht auf eine Haftbeschwerde der Verteidiger.

Die Staatsanwaltschaft sieht das anders und will ebenfalls Beschwerde einlegen. Die sechs Freigelassenen waren wegen Beihilfe zum Totschlag in Untersuchungshaft.

Die sieben jungen Männer waren am Nikolaustag mit einem Feuerwehrmann in Augsburg in einen heftigen Streit geraten. Einer von ihnen soll dem 49-Jährigen dann einen tödlichen Schlag versetzt haben. Außerdem sollen die Jugendlichen den 50-jährigen Begleiter des Feuerwehrmanns schwer verletzt haben.

Der Hauptverdächtige, Halid S., ein 17-Jähriger mit deutscher, libanesischer und türkischer Staatsbürgerschaft, bleibt weiterhin in Untersuchungshaft, heißt es.

Das Gericht erklärte: »Nach der ausführlichen Begründung des Gerichts handelte es sich bei dem tödlichen Schlag gegen den Kopf des getöteten Opfers um eine spontane, sofort abgeschlossene Handlung des siebten, sich noch in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten.«

Sven von Storch

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