Laut Berichten des israelischen Senders "Channel 12" und der israelischen Zeitung "The Times of Israel" hat der neue Mossad-Direktor Roman Gofman den Leiter der Nachrichtendirektion (im Amt seit Dezember) sowie den Chef der Iran-Abteilung abgesetzt.
Beide waren zentrale Architekten eines operativen Plans, der den Sturz der Islamischen Republik anstrebte. Sicherheitskreise betonen, die Trennung sei im gegenseitigen Einvernehmen erfolgt und im Rahmen einer umfassenden Reorganisation. Die Betroffenen sollen dem Mossad in anderen Funktionen erhalten bleiben. Gleichzeitig habe es von Beginn an Spannungen zwischen Gofman und den beiden Beamten gegeben.
Der gescheiterte Regimewechsel-Plan
Der Plan sah vor, iranische Minderheitengruppen – insbesondere Kurden – zu unterstützen und Massenproteste anzufachen. Israelische Schläge gegen Stellungen der Revolutionsgarde an der Grenze zum Irak sollten den Weg für kurdische Kämpfer freimachen. Diese sollten in den Nordwesten Irans vordringen und so eine breite Protestbewegung auslösen, die bis Teheran reichen sollte. Als mögliche neue Führungsperson war der frühere Präsident Mahmoud Ahmadinejad im Gespräch.
Premierminister Benjamin Netanjahu hatte den Plan offenbar genutzt, um US-Präsident Donald Trump im Februar zu einer militärischen Intervention gegen den Iran zu bewegen.
Warum der Plan scheiterte
Zu Beginn der Kämpfe führten Israel und die USA zwar schwere Angriffe im Nordwesten Irans durch. Medienlecks, türkischer Widerstand und Zurückhaltung der Kurden selbst führten jedoch dazu, dass Washington die Idee stoppte. US-Offizielle bezeichneten die Regimewechsel-Prognose später als "farcical" und "bullshit". Der Plan blieb weitgehend unverwirklicht.
Gofman, der im Juni 2026 das Amt von David Barnea übernommen hatte, sieht die Entlassungen als notwendige Verantwortungsübernahme. Kritiker innerhalb des Sicherheitsapparats werfen ihm und Netanjahu vor, die Beamten zu Sündenböcken zu machen, während der Plan nie die volle Unterstützung der USA erhalten habe. Die Vorgänge unterstreichen die anhaltenden Spannungen um die iranische Strategie Israels nach dem Krieg.


Comments
... „Der gescheiterte…
... „Der gescheiterte Regimewechsel-Plan“
Der Plan sah vor, iranische Minderheitengruppen – insbesondere Kurden – zu unterstützen und Massenproteste anzufachen.“ ...
Ja mei: ... „Während der Konflikt zwischen dem Iran, den USA und Israel eskaliert, zeigt der Rückblick auf Regimewechsel unter anderem in Libyen, dem Irak, Afghanistan, welche Folgen die Interventionen der USA hatten“: https://www.dw.com/de/regimewechsel-durch-die-usa-israel-krieg-iran-libyen-irak-afghanistan-venezuela/a-76187641
Ach wie schön. ....
Ach wie schön. Sollen sich diese Kiegsverbrecher doch alle gegenseitig die Beine stellen und sich beseitigen. Vielleicht gibt's dann ein paar weniger von denen?! Was aber leider nur eine Illusion ist. Denn DIE wachsen so schnell nach wie die Pilze in der Erde.
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