Nicht nur in der Katholischen Kirche gibt es ein riesengroßes Problem mit sexuellen und seelischen Missbräuchen von Minderjährigen. Auch die Evangelische Kirche ist davon nicht frei. Im Gegenteil.
Bislang sind im Kontext von Misshandlungen durch Amtsträger der Evangelischen Kirche 1.259 Beschuldigte und 2.225 Opfer dokumentiert [siehe Bericht »n-tv«]. Das sei aber wohl nur die »Spitze des Eisberges«, heißt es.
64,7 Prozent der Opfer waren Jungs, 35,3 Prozent Mädchen. Manche Kinder haben über viele Jahre ein Martyrium erlitten und lebenslange Folgen davongetragen.
Die Frage ist, wie viel mehr noch zutage kommt, wenn sich jetzt Opfer zu Wort melden, die bislang aus Scham geschwiegen haben, aber durch die aktuellen Enthüllungen Mut bekommen, sich zu Wort zu melden.
Das Absurde ist, dass sich die beiden großen Kirchen im Lande immer noch als moralische Instanz aufspielen und nun AfD-ler ausschließen wollen. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Die beiden großen Kirchen kämpfen mit Mitgliederschwund, Verlust der Glaubwürdigkeit und Skandalen. Sie verraten zudem mit der unkritischen Übernahme der Woke-Ideologie viele christliche Werte und Traditionen. Dem Christentum tun sie damit keinen Gefallen.


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