Sven von Storch im Christenschutz-Interview

Lebenshass ist das politische Leitmotiv der linksgrünen Ampel

Das öffentliche Eintreten für das Leben soll für Lebensschützer künftig mit Bußgeld bestraft werden. Zum entsprechenden Gesetz von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) nimmt Sven von Storch kritisch Stellung.

[Siehe Webseite der Initiative Christenschutz HIER]

Christenschutz (CS): Herr von Storch, die Faktenlage könnte nicht alarmierender sein: Die Abtreibungsquote hat mit 106.000 gemeldeten Fällen einen Höchststand seit 2012 erreicht. Gleichzeitig kommen so wenige Kinder wie noch nie zur Welt.

Sven von Storch: Eigentlich müsste die Regierung Krisensitzungen einberufen, wie man diesen demografischen Notstand aufhalten und umkehren kann.

CS: Stattdessen, sagen Sie, befeuert die Ampel diese negative demografische Entwicklung noch.

Sven von Storch: Weil nun einmal wenig Kinder von schon länger hier lebenden Deutschen in die Ideologie des grünen Schrumpfens und des »weißen Volkstods«passen. Weniger Kinder bedeuten weniger CO2, wie die grünen Menschenfreunde in der Nachfolge von Pol Pot und Mao Tse Tung nicht müde werden zu predigen. Deshalb gehen die jetzt Schritt für Schritt vor, jede Abweichung von ihrer durch und durch lebensfeindlichen Agenda zu kriminalisieren.

CS: Bitte führen Sie das näher aus.

Sven von Storch: Nehmen Sie den neuen Gesetzesvorschlag der Bundesqueer-Ministerin Lisa Paus (Grüne). Sie will nicht nur Abtreibung vollständig legalisieren, sie will zusätzlich auch noch jede Form des öffentlichen Eintretens für das Leben zu einem Fall für die Polizei machen.

Wer in irgendeiner Form betroffenen Müttern und ihren ungeborenen Kindern im Umkreis von 100 Metern um Abtreibungseinrichtungen Aufklärung, Rat und Hilfe anbietet, betet oder aus der Bibel liest, der betreibt laut der Regierung „Gehsteigbelästigung“ und soll dafür bestraft werden. Für mich ist das ein vollkommen grundgesetzwidriger Angriff auf die Meinungsfreiheit, ein Affront gegen das Leben selbst. Selbst das einfache Zitieren des Strafgesetzbuches, insbesondere Paragraf 218, könnte die Bürger bald teuer zu stehen kommen – mit Bußgeldern bis zu 5000 Euro.

CS: Wie erklären Sie sich diese geradezu haßerfüllte Übergriffigkeit der Regierung auf Bürger, die anders denken?

Sven von Storch: Lebenshass ist tief im links-grünen Denken verwurzelt. Es ist nachgerade das politische Leitmotiv dieser Regierung. Am konsequentesten zeigt das die linksfeministische „woke“ Ampel-Trümmertruppe in ihrer Verachtung für ungeborenes Leben.

Laut dem Text im Gesetzesvorschlag soll die Schwangere auf dem Weg zum Abtreibungsarzt nicht durch unbotmäßige Bilder, Gebete oder Hilfs- oder Gesprächsangebote „beunruhigt“, „verwirrt“ oder gar verstört werden. Ausgerechnet diejenige Person, die sich gegen ihr eigenes Fleisch und Blut entscheidet, muss nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Lisa Paus und ihrer gehätschelten Abtreibungslobby den vollen Schutz von Staat und Gesellschaft erhalten – und eben nicht das völlig ausgelieferte, hilflose, kleine Leben in ihrem Bauch. Statt das unschuldige Kind zu schützen, das auf seinem letzten Weg in den sicheren Tod ist, verdrehen die einfach den Fokus – und machen ein passgenaues Verbotsgesetz daraus.

CS: Das Problem für Paus könnte gewesen sein, daß Verwaltungsgerichte das Recht auf Meinungsfreiheit für Lebensschützer immer wieder bestätigte – und Paus hier also die rechtlichen Durchgriffsmöglichkeiten fehlten.

Sven von Storch: Vollkommen richtig. Und nicht nur das: Immer wieder reden radikale Abtreibungsbefürworter wie Paus und Josephine Ort, die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, von angeblichen »Spießrutenläufen« der Frauen vor Kliniken, sogar daß sie »körperlich bedrängt« würden und derlei Denunzierungen mehr. Tatsächlich kann die Regierung nicht einen einzigen Fall dieser ominösen „Gehsteigbelästigungen“ belegen, die angeblich täglich in Deutschland stattfinden. Das musste sogar Paus selbst zugeben im Bundestag. Das heißt konkret: Die bauen ihr grundgesetzverhöhnendes Gesetz gegen „Gehsteigbelästigung“ also auf einem frei erfundenen Schauermärchen auf, um jede Form von Kritik an Abtreibung zu einem Fall für den Staatsanwalt zu machen.

Dabei sollten die Bürger nie vergessen: Wieviele Kinder würden heute nicht leben ohne zumeist christliche Lebensschützer, die durch ihren selbstlosen Einsatz, durch ein einfühlsames Gespräch, durch das Aufzeigen einer positiven Alternative, Mütter dazu brachten, sich im letzten Moment für ihr Kind zu entscheiden? Das ist das, was am Ende zählt, vor Gott und vor uns Menschen.

Und noch eins: Es gibt derzeit nur eine Partei, die ohne Wenn und Aber für das ungeborene Leben eintritt – und das ist die AfD. Ich hoffe, daß viele, viele Bürger diese Tatsache bei ihrer Wahlentscheidung berücksichtigen.

CS: Herr von Storch, wir danken Ihnen für das Gespräch.


Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.