Regime reagiert brutal: Bereits 500 bis 600 Menschen getötet, über 10.000 Festnahmen

Lage im Iran eskaliert: Millionen Menschen fordern Ende des Ajatollah-Regimes

Hunderte sind getötet worden, mehr als zehntausend Menschen festgenommen. Das Regime in Teheran geht brutal gegen die demonstrierenden Bürger vor.

Proteste im Iran


Die Zahlen ändern sich von Stunde zu Stunde, aber es sollen bereits weit über 500, vermutlich sogar schon mehr als 600 Menschen bei den Demonstrationen von Häschern des Regimes getötet worden sein. Weit mehr als zehntausend Iraner seien festgenommen worden [siehe Bericht "Deutschlandfunk"]. Die Gefängisse in den großen Städten füllen sich. Viele Demonstranten sollen mit dem Tode bestraft werden, erklärt das Regime. Die Lage eskaliert zunehmend. In über 170 Städten wird seit Ende Dezember demonstriert. Sicherheitskräfte haben scharfe Munition, Granaten und Tränengas eingesetzt, was zu blutigen Szenen in Städten wie Teheran und Kermanshah führte. 

USA und Israel erwägen einzugreifen: Das Ajatollah-Regime droht bereits mit Vergeltung

Am Samstag telefonierte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit dem US-Außenminister Marco Rubio. Es ging um die Möglichkeit einer militärischen Intervention. 

Das iranische Regime erklärte, dass man auf Einschmischung von außen, speziell aus Israel oder den USA, mit allen Mitteln reagieren werde [siehe Bericht "Welt"]. "Im Falle eines militärischen Angriffs durch die USA werden sowohl das besetzte Gebiet als auch die Zentren des US-Militärs und die Schifffahrt unsere legitimen Ziele sein", soll der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf im iranischen Staatsfernsehen geäußert haben.

Ursachen der Protestwelle

Die aktuellen Proteste begannen am 28. Dezember 2025 in Teherans Großem Basar, wo Händler gegen den rapiden Wertverlust des Rials streikten. Die Währung hat ein Rekordtief erreicht, was zu Preiserhöhungen von bis zu 70 Prozent für Grundnahrungsmittel geführt hat. Systemische Korruption, Missmanagement und internationale Sanktionen gelten als Hauptursachen für die wirtschaftliche Krise.

Präsident Masoud Pezeshkian hat Reformen versprochen, darunter eine Überholung der Wirtschaftspolitik und Treffen mit Protestvertretern, doch diese Ankündigungen haben die Unruhen nicht besänftigt. Stattdessen haben sich die Demonstrationen von wirtschaftlichen Forderungen zu politischen Aufrufen gewandelt, einschließlich Slogans für das Ende der Islamischen Republik und die Rückkehr des exilierten Kronprinzen Reza Pahlavi.

Verlauf und Ausbreitung der Demonstrationen: Proteste im ganzen Land

Die Proteste haben sich rasch auf alle 31 Provinzen ausgedehnt, mit Schwerpunkten in Teheran, Mashhad, Kermanshah und Shiraz. Demonstranten haben Regierungsgebäude, Polizeistationen und Basij-Milizen angegriffen, einige davon in Brand gesetzt. In Städten wie Lordegan und Marvdasht kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen, bei denen Protestierende Fahrzeuge der Sicherheitskräfte zerstörten und Gebäude besetzten. 

Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, hat aus dem Exil zu Massenstreiks und der Übernahme von Stadtzentren aufgerufen, was die Mobilisierung weiter anheizte. Trotz eines landesweiten Internet-Blackouts, der seit dem 8. Januar 2026 verhängt wurde, sickern Videos und Berichte durch, die Feuerwerk, Topfklopfen und anti-regime-Slogans zeigen. 

Ein Internet-"Blackout" soll die Koordination der Protestierenden behindern und die Berichterstattung über Gewalt verbergen

Der Internet-Blackout wird als Versuch gewertet, schwere Menschenrechtsverletzungen zu vertuschen.Internationale Reaktionen und DrohungenDie Proteste haben weltweite Aufmerksamkeit erregt. US-Präsident Donald Trump hat mit militärischer Intervention gedroht, falls die Regierung friedliche Demonstranten tötet. Iran hat darauf mit Warnungen vor Vergeltung reagiert und die USA der Anstiftung beschuldigt. 

Der UN-Generalsekretär António Guterres fordert maximale Zurückhaltung und die Wiederherstellung der Kommunikationsnetze. Großbritannien drängt Iran, grundlegende Freiheiten zu schützen, während mehrere Airlines Flüge nach Iran eingestellt haben.

Kommt es zur Revolution mit Regimesturz?

Viele Beobachter gehen davon aus, dass das Regime die Ursachen der Unruhen nicht beheben kann, selbst wenn sie die Proteste vorübergehend unterdrückt. 

Die Demonstrationen, die größte Herausforderung für das Regime seit Jahren, umfassen nun Frauen, Arbeiter, Studenten und ethnische Minderheiten wie Kurden und Balutschen. Ob die Unruhen zu einem Regimewechsel führen, bleibt offen, doch die anhaltende Gewalt und der Blackout deuten auf eine Eskalation und lange Krise hin.

Sven von Storch

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Comments

Ekkehardt Fritz Beyer

12.01.2026 | 09:39

... „Die Zahlen ändern sich von Stunde zu Stunde, aber es sollen bereits weit über 500, vermutlich sogar schon mehr als 600 Menschen bei den Demonstrationen von Häschern des Regimes getötet worden sein.“ ...

Was in Deutschland schon deshalb nicht(?) passieren kann, weil die CDU unter ihrem https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich behauptet:

„Wir haben aus unseren Fehlern gelernt“??????? 

https://www.focus.de/politik/serie-so-geht-es-deutschland-wirklich-wir-konfrontieren-die-politiker-mit-ihren-sorgen-hier-kommen-ihre-antworten_id_260694353.html

Diese Demonstranten werden sich durchsetzen und diese Ayatollahs und Mullahs vom Hof verjagen.

Ganz anders als die Demonstranten und Landwirte in Brüssel, die ganz zögerlich vorgingen.

Wolfgang Lammert

12.01.2026 | 11:09

Dass der Schah, wie die US-Strategen denken, von den Iranern gewünscht ist, glaube ich nicht. Vielmehr ist zu erwarten, dass das Militär die Kontrolle übernimmt und das Mullah-Regime absetzt. Ich denke, die Iraner wollen auch, dass das Öl und Gas verstaatlicht wird.

Ja, die CIA gibt gerade alles, für den Regime-Change -
geht es doch erkennbar darum, das Land für die
"Interessen" des anglo-amerikanischen Establishments
vorzubereiten und dazu wieder einen Vorturner-Pfau
auf dem Ölprinzen-Thron zu installieren, der die Bevölkerung
so an die Freuden des Hobby-Horsings heranführen könnte,
wie man es schon bei anderer Vasallenstaaten erfolgreich
geschafft hat ...

https://www.youtube.com/shorts/6DuNPWd9h_w

Wieso müssen sich die Amis immer wieder in solche Konflikte anderer Staaten einmischen! Und wenn, dann feige mit Bomben aus der Luft (seit 1918) und ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung, denn so etwas kennen die Angelsachsen gar nicht. Selbstverständlich geht es dabei um wirtschaftliche Interessen, denn die US-Amerikaner können seit dem Landraub an den Indianern Nordamerikas ohne das Ausplündern anderer Länder überhaupt nicht existieren.

Kein Regime kann auf Dauer gegen das eigene Volk regieren, wenn dieses das Regime nicht mehr haben will (DDR!), also genügt es abzuwarten, wie sich die Lage dort von alleine entwickeln wird.

Ohne Einmischung von außen.

Ekkehardt Fritz Beyer

12.01.2026 | 20:54

... „Sicherheitskräfte haben scharfe Munition, Granaten und Tränengas eingesetzt, was zu blutigen Szenen in Städten wie Teheran und Kermanshah führte.“ ...

Nun ja: „Im Iran wächst der Druck auf das Regime - und es werden die Rufe nach dem Schah-Sohn Reza II. lauter. Dabei bleibt seine Rolle umstritten: Einige sehen in ihm eine Hoffnung, andere sind skeptisch.“ https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-proteste-schah-100.html

Handelt es sich bei den Hoffnungsträgern etwa schon deshalb um die USA, weil der einst von seinem Volk Geschlichene Reza I nicht nur samt Familie mit allen Ehren Asyl bei den US-Amis erhielt? https://www.google.com/search?q=schah+von+iran+war+ein+strikter+antidemikrat+und+ging+brutal+gegen+das+volk+vor&sca_esv=e9a6b6505834f0c4&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&ei=pkplaaDBO7ugi-gPjp-f6Aw&ved=0ahU…

Jetzt wäre die Gelegenheit für die woken Aktivistlnnen für die Freiheit im Iran zu demonstrieren. Aber das ist natürlich wesentlich anstrengender und vor allem gefährlicher als sich gegen rassistische “Mohrenköpfe” oder Israel/USA zu stellen.

Wolfgang Lammert

13.01.2026 | 10:40

Es gibt einen Teil der Iran-Experten, die sagen, dass die Aufstände im Iran Folgen der Sanktionspolitik der USA und der EU sind. Dann müsste die Frage gestellt werden, warum China nicht in der Lage ist, mit einer großen Unterstützung die West-Sanktionen zu untergraben. Die Iran-Krise zeigt auch die Schwächen des China-Systems.....

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