Die Kurden in Syrien und im Irak wurden mehrfach von den USA im Stich gelassen

Kurden Syriens warnen Kurden im Iran, sich nicht für US-Interessen verheizen zu lassen

Die USA und Israel wollen Kurden im Nordwesten des Iran mobilisieren, gegen das schiitische Regime in Teheran zu kämpfen. Die Kurden in Syrien schickten jetzt eine Warnung an ihre Brüder im Iran. Sie sollen sich nicht für fremde Interessen ausnutzen lassen. Sonst würden sie fallen gelassen wie in Syrien.

Kurdische Freiheitskämpfer


Kurdische Bewohner Nordostsyriens haben die Kurden im Iran davor gewarnt, sich mit den USA zu verbünden, um gegen die iranische Regierung vorzugehen. Sie berufen sich dabei auf die eigenen bitteren Erfahrungen in Syrien, wo sie erst von den USA unterstützt und dann fallen gelassen wurden. Ähnliche Erfahrungen hatten auch die Kurden im Irak schon mehrfach machen müssen, als sie von den USA aufgefordert wurden, gegen Saddam Hussein zu kämpfen und dann im Stich gelassen wurden.

USA wollen iranische Kurden gegen Teheran aufbauen

Laut einem Reuters-Bericht vom 8. März hatten syrische Kurden früher mit amerikanischer Unterstützung gegen den Islamischen Staat gekämpft und autonome Gebiete aufgebaut. 

Nach einer Offensive der syrischen Armee drängte Washington sie jedoch dazu, sich in die staatlichen Strukturen zu integrieren – was viele als Verrat empfanden.

Syrische Kurden warnen iranische Kurden: Sie sollen sich nicht gehen Teheran verzeihen lassen

Ahmed Barakat, Vorsitzender der Kurdischen Progressiv-Demokratischen Partei in Syrien, riet den iranischen kurdischen Kräften zu äußerster Vorsicht. Die endgültige Entscheidung liege zwar bei ihnen, doch er halte es derzeit nicht für sinnvoll, der Einladung der USA zu folgen und als Speerspitze gegen das iranische Regime aufzutreten. Das diene nicht den Interessen der Kurden im Iran.

Kurden wollen Autonomie oder Souveränität im Überschneidungsgebiet von Türkei, Syrien, Irak und Iran

Zusätzlich berichtet Reuters, dass Israel seit etwa einem Jahr eigene Gespräche mit iranisch-kurdischen Rebellengruppen führt, die in der semi-autonomen Region des irakischen Kurdistan ansässig sind.

Die Kurden sind eine ethnische Gruppe mit sunnitisch-muslimischer Mehrheit, die über die Grenzen von Iran, Irak, Türkei, Syrien und Armenien verteilt lebt. Ihr Streben nach Autonomie oder einem unabhängigen Staat ist bisher in Iran, Türkei und Syrien unerfüllt geblieben.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

10.03.2026 | 08:39

„Die Kurden in Syrien und im Irak wurden mehrfach von den USA im Stich gelassen“!!! ...

Klar: „Wenn die Türkei Druck ausübt, opfern die USA oft die kurdische Allianz, um die Beziehungen zur Türkei nicht zu gefährden“!!!

https://www.google.com/search?q=warum+die+kurden+von+usa+benutzt+und+dann+wegegeworfen+werden&sca_esv=b5455d2c67d11081&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&ei=IMmvaY7UCNGikdUPnpLqmAw&biw=1024&bih=441&ved=0ahUK…

Die Kurden wurden von den Amis verheizt wie alle anderen auch.

Wie Kissinger es formulierte "Es ist gefährlich, Amerikas Feind zu sein, aber es ist tödlich, Amerikas Freund zu sein."

"Kurden Syriens warnen Kurden im Iran, sich nicht für US-Interessen verheizen zu lassen"

Wenn die Kurden im Iran es bzgl. ihrer Interessen für politisch sinnvoll halten, gegen das Mullah-Regime bewaffnet vorzugehen, sollen sie es tuen; wenn nicht, sollen sie es lassen. Im ersteren Fall werden sie sicherlich (weil dann ihre Interessen identisch wären) Waffen auch von den USA erhalten. Aber entscheiden müssen sie selbst.

Von den USA-Hassern wird das immer und immer wieder als "verheizen" durch die USA dargestellt. Irreal daran ist, dass auch die Macht der USA nicht ausreicht, um einen Kurdenstaat zu errichten, und die USA werden auch keinen Krieg gegen den Iran führen, um den kurdischen Teil abzuspalten.

Also: Die Kurden sollen selbst denken und selbst entscheiden, was für sie sinnvoll ist und selbst die Verantwortung für ihr Tun übernehmen (ohne sich hinterher gemeinsam mit den USA-Hassern auszuheulen).

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