»Kultur ohne Aneignung funktioniert nicht«

Kulturelle Aneignung gibt es nicht

Darf man sich als Weißer oder Europäer als Indianer verkleiden? Darf man Jazz spielen? Umgekehrt wird ein Schuh draus und zeigt die Idiotie der These von der »Kulturellen Aneignung«: Dürfen Afrikaner Beethoven und Bach spielen? Freiheit geht in alle Richtungen. Oder gar nicht.

Darf man als Weißer Jazz spielen? Oder Reggae-Musik machen? Oder überhaupt fremde Musik spielen? Dürfen Kinder Indianer spielen? Dürfen Europäer Raster-Zöpfe oder Dreadlocks tragen?

»Kulturelle Aneignung gibt es nicht. Kultur ohne Aneignung funktioniert nicht.« Das erklärte WELT-Autor WELT-Autor Peter Huth zur Debatte um die Winnetou-Bücher im Sommer auf WELT-Online.

Helge Schneider wurde bei Maischberger zur Frage nach dem moralischen Verbot kultureller Aneignung in der Musik besonders deutlich: »Das ist ja wieder eine Uniformierung. Eigentlich ist es Dreck.«

Recht hat er. Denn wenn man den Spieß umdreht, wird ein Schuh draus, der die Idiotie des akademischen Elfenbein-Gedanken-Konstrukts deutlich macht: Dürfen Afrikaner Bach und Beethoven spielen? Dürfen Inder westliche Kleidung tragen? Dürfen Ausländerinnen auf dem Oktoberfest ein Dirndl tragen?

Wenn die Afrikanerin ein Dirndl tragen darf, darf die Schwäbin auch jamaikanische Rasterzöpfe tragen! Freiheit geht in alle Richtungen. Oder gar nicht.

Sven von Storch

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