Klimawandel wird als Hauptgrund vorgeschoben

Klimawandel_ Wassermangel in Brandenburg ist hausgemacht!

In Brandenburg gibt es wenig echte Wälder. Stattdessen gibt es aufgeforstete Monokulturen an Nadelhölzern. Diese Baumfelder lassen den Grundwasserspiegel sinken und sind anfälliger für Waldbrände. Laubwälder mit Unterholz würden dagegen den Grundwasserstand steigen lassen.

Warum leiden viele Regionen in Ost- und Mitteldeutschland, besonders in Brandenburg, an Wassermangel?

Das Herzland Preußens war schon immer trocken und sandig im Vergleich zu vielen andere Regionen Deutschlands. Der unfruchtbare sandige Boden als Relikt der letzten Eiszeit war stets ein Hindernis für die Landwirtschaft. Daher hatte Friedrich der Große die Kartoffel eingeführt. Denn sie kann auch in Brandenburg gut wachsen.

Es gibt in Brandenburg rund 3000 Seen und viele Flüsse. Diese lassen darauf schließen, dass ausreichend Wasser vorhanden ist. Dennoch sinken die Pegelstände. Es wird vor allem der Klimawandel dafür verantwortlich gemacht.

In den letzten Jahren hat sich das Problem der Wasserknappheit verstärkt. Daher gab es Proteste gegen die neue Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide bei Berlin. Außerdem beschweren sich Umweltschützer über die vielen Swimmingpools der Wohlhabenden.

Doch was ist wirklich das Problem? Es zeigt sich, wenn man durch die Brandenburger Landschaften fährt: Man sieht viele Bäume, aber keine Wälder. Was ist damit gemeint? Es handelt sich um eine großflächige Holzwirtschaft. Nadelhölzer wurden in Reih und Glied aufgeforstet. Es sind Baumfelder, angepflanzt wie Getreidefelder. Es gibt kein Unterholz, kaum Laubbäume.

Ökologen wissen: Diese künstlich aufgeforsteten Nadelbaum-Plantagen lassen den Grundwasserspiegel sinken. Was wäre die natürlich Form? Echter Wald! Es müssten Laub- und Mischwälder mit viel Unterholz die Flächen bedecken. Das würde nicht nur Schutz und Raum für die vielen heimischen Tierarten bieten, sondern auch große Mengen an Regenwasser aufsaugen und festhalten. Die Laubwälder der gemäßigten Klimazone sorgen für einen Anstieg und ein hohes Niveau des Grundwasserspiegels. Außerdem ist der Laub- und Mischwald weniger anfällig für Borkenkäfer und andere Plagen.

Ein anderer Grund sind die vielen Windräder. Sie verändern die Winddynamik und Wolkenbildung. Wir leben in einer Westwindzone. Wenn Wolken abregnen, bevor sie Brandenburg erreichen, dann sinkt dort der Grundwasserspiegel.

Die Lösung? Misch- und Laubwälder mit viel Unterholz wachsen lassen. Weniger Windräder bauen. Der Holzindustrie Ausweichmöglichkeiten bieten. Diese könnten kostengünstiger sein, als die Symptome des Wassermangels zu bekämpfen.

Sven von Storch

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