Flachsbarth musste heftige Kritik von einem Parteikollegen der CDU um Bundestag einstecken, als bekannt wurde, dass sie die »SheDecides«-Kampagne unterstützt, eine Initiative gefördert durch Planned Parenthood.
Ihren Einsatz für eine Initiative der International Planned Parenthood Federation entschuldigte sie nicht, vielmehr erwiderte sie:
»Ich habe mich als Mitglied des Deutschen Bundestages, als Parlamentarische Staatssekretärin und auch im Ehrenamt als Präsidentin des KDFB immer für den Schutz des Lebens, insbesondere in den besonders sensiblen Phasen ganz am Anfang und ganz am Ende eingesetzt. Eine Abtreibung ist nie ein Mittel der Familienplanung. Sie kann im Einzelfall ein letzter schrecklicher Ausweg sein.«
Die Initiative »SheDecides« erhält Unterstützung der CDU-Politikerin, für die offensichtlich »reproduktive Gesundheit« auch Abtreibung miteinschließt.
Eine Sprecherin des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sagte CNA Deutsch gegenüber: »Mädchen und Frauen vor Leid zu bewahren, ihnen ein Leben in Gesundheit und Würde zu ermöglichen und ihnen Chancen auf Bildung und ein selbstbestimmtes Leben zu bieten,« sei die Absicht von »SheDecides«.
Auf ihrer Webseite rufen Aktivisten von »SheDecides« zur Ermöglichung von Abtreibung auch während der Coronakrise auf. »Sie hat das Recht […] zu wählen. Sie ist frei […] Verhütung und einen sicheren Zugang zu Abtreibung zu haben.«
Flachsbarth steht völlig hinter diesen leeren Slogans und feministischen Parolen. In einer »persönlichen Erklärung« bestätigt sie: »Deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich, im Einklang mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, deshalb für sexuelle und reproduktive Gesundheit. Dazu gehört eine professionelle Geburtsbegleitung zur Reduzierung der Mütter- und Neugeborenensterblichkeit sowie der Zugang zu Verhütungsmitteln […].«
Als Katholikin sollte Flachsbarth es besser wissen. Die Positionen zu Verhütung und Abtreibung, »Schwangerschaftsabbruch« als letzte Lösung in Krisensituationen von Planned Parenthood stehen diametral der katholischen Lehre entgegengesetzt.
Papst Franziskus erklärte diesbezüglich in einer Ansprache vor einem Familienverband, dass Abtreibung einer »Nazi-Mentalität« erwachse: »die Ermordung von Kindern....um ein ruhiges Leben zu haben, wird eine unschuldige [Person] weggemacht...Wir machen dasselbe wie Nazis, die die Reinheit der Rasse erhalten wollen, aber wir tun es mit weißen Handschuhen,« sagte er in der Ansprache am 18. Juni 2018.
Es ist schon erstaunlich, »dass die Präsidentin des Katholischen Frauenbundes das deutsche Gesicht einer Organisation ist, die die Freigabe der Abtreibung bis zur Geburt ganz oben auf ihrer Agenda stehen hat«, bemerkte Stefan Rehder in der Tagespost.
Konsequenzen hat Flachbarth von ihrer Partei oder der Katholischen Kirche vermutlich nicht zu befürchten. Die deutschen Bischöfe werden sich nicht in den Clinch mit einer CDU Politikerin begeben wollen und schweigen lieber.
(jb)


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