Vance warnte, Israel riskiere seinen letzten starken Verbündeten zu verlieren

J.D. Vance übt scharfe Kritik an israelischen Politikern

In einer ungewöhnlich deutlichen öffentlichen Rüge hat US-Vizepräsident J.D. Vance am Donnerstag (18. Juni 2026) israelische Politiker kritisiert. Er reagierte damit auf Vorwürfe aus dem Umfeld von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gegen das neue US-Rahmenabkommen mit dem Iran.

J.D. Vance im Weißen Haus

Der Vizepräsident äußerte sich sowohl in einer Pressekonferenz im Weißen Haus als auch in Interviews. Er richtete seine Kritik vor allem an rechte Minister wie Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich, die den Iran-Deal scharf angegriffen hatten. Netanjahu selbst habe sich zurückgehalten, betonte Vance.

"Trump ist euer einziger Verbündeter"

Vance erklärte klar: "Donald J. Trump ist der einzige Staatschef der Welt, der Israel derzeit wohlgesonnen ist." Er fügte hinzu, dass es für Israel unklug sei, "den einzigen mächtigen Verbündeten anzugreifen, den es noch hat". Wer in Israel glaube, das größte Problem sei der US-Präsident, müsse "aufwachen und die Realität riechen".

Der Vizepräsident erinnerte zudem daran, dass ein großer Teil der israelischen Verteidigungswaffen von amerikanischen Steuergeldern finanziert und in den USA gebaut werde.

In den vergangenen Monaten seien zwei Drittel der Abwehrsysteme auf diese Weise entstanden.

Kein "Totbomben" von Problemen

Vance kritisierte weiter die israelische Strategie. Er sagte, ein Land mit neun Millionen Einwohnern könne nicht jedes Sicherheitsproblem "totbomben". Er forderte die israelische Regierung auf, dem Abkommen eine Chance zu geben und sich auf Verhandlungen einzulassen. Das Memorandum of Understanding sehe eine Waffenruhe, die Öffnung der Straße von Hormus und begrenzte Sanktionserleichterungen vor.

Verschiedene israelische Politiker bleiben trotzig

In Israel stießen die Worte auf Verärgerung. Ben-Gvir und andere rechte Politiker verteidigten ihre Haltung. Die Spannungen zwischen Washington und Jerusalem haben sich durch den neuen Iran-Deal deutlich verstärkt. Das Abkommen gilt als zentraler Baustein der Trump-Administration für eine Deeskalation im Nahen Osten.

Vance verteidigte den Deal als pragmatischen Schritt, der Israel letztlich mehr Sicherheit bringen könne. Ob die deutlichen Worte die Beziehungen zwischen den traditionellen Verbündeten weiter belasten, bleibt abzuwarten. Die nächsten Wochen der 60-tägigen Verhandlungsfrist werden zeigen, ob das Abkommen hält.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

19.06.2026 | 09:56

„Vance warnte, Israel riskiere seinen letzten starken Verbündeten zu verlieren“ ...

Tatsächlich?

Schließlich steht der im Namen des deutschen Volkes(?) göttlich(?) gefällte Beschluss https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/199894/israels-sicherheit-als-deutsche-staatsraeson/ bis heute!!! 

Jedoch: Ist Deutschland mit der Bundeswehr tatsächlich ein starker Partner??????? https://www.google.com/search?q=die+bundeseht+ist+international+ein+lacher&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&oq=die+bundeseht+ist+international+ein+lacher&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOTIJCAEQIRgKGKAB0gEJMTc…

Was Netanjahu und die Israeli sich erlauben darf von niemand erlaubt werden. Was sich die heraus nehmen ist eine Riesensauerei.

Diese Kritik halte ich für vorgetäuscht bzw. BEWUSST täuschend und definitiv für unglaubwürdig! DAS ist lediglich Wahlpropaganda für diese Trump-Regierung und für Trump selbst, diesem Kriegswütigen, der einen völlig sinnlosen Angriffskrieg gegen den Iran mit allen seinen weltweiten Folgen begangen hat, und schon allein damit das amerikanische Volk genauso schwer enttäuscht und vor allem GEtäuscht hat wie auch alle anderen Völker.

Nun, mit dem "Totbomben" hatten doch wohl die Angelsachsen angefangen, die schon Mitte der 1930er Jahre (!) zielstrebig viermotorige Fernbomber gegen das in Frieden leben wollende deutsche Volk gebaut hatten. Und gleich ab den 3. September 1939 starteten diese Terrorbomber gegen die deutsche Zivilbevölkerung von England aus bis hin zu den berüchtigten 1000-Bomber-Angriffen gegen unsere Großstädte, z. B. gegen Hamburg mit ca. 6000 Toten alleine schon nach dem ersten von vielen noch folgenden Luftangriffen.

Sehr geehrter Mr. Vance, das nationalistische Treiben der Israelis ist doch allgemein bekannt und es wird leider auch von unseren sozialistischen Qualitätsmedien immer wieder "gedeckelt"! Es war ein sehr großer Fehler, dem Mr. Netanjahu zu vertrauen und sich in diesen Krieg mit hineinziehen zu lassen. Nicht nur, dass es den Amerikanern sehr viel Geld gekostet hat, es hat auch das Friedens-Images des Präsidenten zerbröseln lassen. Das Welt-Vertrauen ist damit futsch!

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