Israel begründet Vormarsch mit Schaffung einer erweiterten Pufferzone

Israelische Truppen dringen weiter in den südlichen Libanon vor: 800.000 Libanesen auf der Flucht

Die israelische Armee hat ihre Bodenoffensive im Südlibanon deutlich ausgeweitet und rückt in neue Positionen vor. Im Rahmen des seit Anfang März 2026 laufenden Libanon-Kriegs gegen die Hisbollah sind bereits Hunderte Menschen getötet und fast 800.000 Zivilisten vertrieben worden.

Israelische Panzer im Libanon


Der Libanon ist längst zur zweiten Front des Iran-Krieges geworden. Denn nach wie vor sind die mit dem Iran verbündeten Hisbollah dort aktiv.

Israelische Streitkräfte besetzen Dutzende neuer Stellungen

In den vergangenen Tagen haben israelische Einheiten mehr als ein Dutzend Orte im Süd-Libanon besetzt, um eine "vorgeschobene Verteidigungsposition" gegen die Hisbollah aufzubauen. Die Truppen sind von mehreren Grenzpunkten aus vorgerückt und haben neue Gebiete unter Kontrolle gebracht. Das israelische Militär sprach von "begrenzten, gezielten Operationen", die auf Raketen-Abschuss-Stellungen und Infrastruktur der Miliz abzielen. Gleichzeitig laufen Luftangriffe auf Ziele im gesamten Libanon, darunter Vororte von Beirut und östliche Regionen.

Schwere humanitäre Krise im Land

Die Eskalation hat eine dramatische Flüchtlingswelle ausgelöst. Über 800.000 Menschen sind auf der Flucht, viele Dörfer im Süden wurden zur Evakuierung aufgefordert. Die Zahl der Toten durch israelische Angriffe seit Anfang März liegt bei über 800. Libanesische Behörden berichten von zerstörten Brücken, Wohnhäusern und Infrastruktur. Die Vereinten Nationen warnen vor einer sich rasch verschärfenden Notlage, die mit der Lage in Gaza verglichen wird.

Hisbollah antwortet mit Raketen auf Israel

Die schiitische Miliz Hisbollah hat mit Raketen- und Drohnenangriffen auf israelische Stellungen reagiert. In den letzten Stunden schlugen Geschosse in Nordisrael ein, darunter Angriffe auf Militärbasen. Die Gruppe erklärte, die Attacken dienten der Abwehr des israelischen Vormarschs. Gleichzeitig warnen Beobachter vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts, der eng mit dem laufenden Iran-Krieg verbunden ist.

Gespräche über Waffenstillstand möglich, aber schwierig

Libanesische Politiker und internationale Vermittler sprechen von möglichen direkten Verhandlungen mit Israel in den kommenden Tagen. Israel lehnt jedoch eine Feuerpause während der Gespräche ab und fordert die vollständige Entwaffnung der Hisbollah südlich des Litani-Flusses. Frankreich und andere Staaten versuchen zu vermitteln, doch bisher gibt es keine Einigung. Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief zu einem dauerhaften Nichtangriffspakt auf.

Regionaler Konflikt droht sich auszubreiten

Der Libanon-Krieg ist Teil eines breiteren regionalen Konflikts, der durch die Auseinandersetzung zwischen Israel, den USA und dem Iran angeheizt wird. Experten befürchten, dass ein massiver israelischer Einmarsch im Südlibanon – ähnlich der Strategie in Gaza – den Krieg weiter verlängern könnte. Die Hisbollah gilt als einer der stärksten Verbündeten Teherans und verfügt über ein großes Arsenal an Raketen.

Die Lage bleibt hoch explosiv. Sollte der Vormarsch der israelischen Truppen andauern, drohen weitere Vertreibungen und eine noch tiefere humanitäre Katastrophe im Libanon. Ob und wann eine Deeskalation möglich ist, hängt von den nächsten Tagen ab.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

17.03.2026 | 11:00

„Israel begründet Vormarsch mit Schaffung einer erweiterten Pufferzone

Israelische Truppen dringen weiter in den südlichen Libanon vor“ ...

Weil im christlichen und jüdischen Verständnis Gott als ein Gott der Gerechtigkeit, des Erbarmens und des Schutzes für Schwache dargestellt wird?

Klar(?): „Biblische Texte betonen Mitgefühl und Fürsorge, nicht das Verursachen von Leid!? https://www.google.com/search?q=gott+will%2C+das+israel+humanit%C3%A4re+krisen+schafft&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&oq=gott+will%2C+das+israel+humanit%C3%A4re+krisen+schafft&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEU…

Ja mei: https://www.google.com/search?q=gott+fordert+zum+t%C3%B6ten+auf&rlz=1C1ONGR_deDE1024DE1024&oq=gott+fordert+zum+t%C3%B6ten+auf&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOTIHCAEQIRigAdIBCDk5NDdqMGo5qAIAsAIB&sourceid=chrome&ie=UTF-8 !!!!!!!

 

Die israelische und amerikanische Luftwaffe arbeitet effektiv und zielgenau. Damit wurde ein sichtbares Zeichen gesetzt, dass Terrorismus kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein darf.

"...... Im Rahmen des seit Anfang März 2026 laufenden Libanon-Kriegs gegen die Hisbollah sind bereits Hunderte Menschen getötet und fast 800.000 Zivilisten vertrieben worden. ....."

Wenn Sie das - "Die israelische und amerikanische Luftwaffe arbeitet effektiv und zielgenau" - so benennen und begrüßen, herzlichen Glückwunsch zu dieser, Ihrer "friedliebenden" Gesinnung!

Netanjahu räumt jetzt zusammen mit Donny mal im Nahen Osten auf. Die EUnuchen machen sich derweil in die Hose: "Das ist nicht unser Krieg." und machen Stuhlkreis im Parlament oder auf Konferenzen.

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