USA stellen sich auf die Seite der Demonstranten: Trump schickt Warnungen an das Regime in Teheran

Iranisches Mullah-Regime schlägt Protestwelle brutal nieder: Wohl schon 2.500 bis 3.000 Todesopfer

Um die Herrschaft des Ajatollahs und seiner Schergen zu schützen, wehrt sich das Regime in Teheran mit allen Mitteln. Es wird eine große Hinrichtungswelle befürchtet.

Ajatollah Khamenei

Wie verschiedene Menschenrechtsgruppen und auch die "New York Times" berichteten, ist die Zahl der Todesopfer durch die brutale Niederschlagung der Proteste durch das Regime auf mittlerweile wohl über 2.500 gestiegen, vermutlich sogar schon über 3.000 [siehe Bericht "n-tv"]. Täglich sollen es Hunderte mehr werden. Doch die Feststellung der genauen Zahlen ist schwierig, weil viele Iraner wegen des staatlich verordneten Internet-Blackouts nicht online gehen können, um sich zu informieren oder Informationen weiterzugeben. Iran-Experten und Beobachter befürchten eine große Hinrichtungswelle.

Eine iranische Journalistin berichtet, dass die iranischen Sicherheitskräfte bei der Niederschlagung der Aufstände bewusst auf das Herz und den Kopf der Demonstranten schießen würden.

Schah-Witwe und ihr Sohn rufen aus dem Exil zum Widerstand auf

Die Ex-Kaiserin des Iran, Farah Pahlavi (Witwe des letzten Schahs Mohammad Reza Pahlavi und Mutter von Reza Pahlavi), hat die iranischen Streitkräfte (Militär und Sicherheitskräfte) in einem öffentlichen Appell aufgerufen, sich den aktuellen Protesten anzuschließen [siehe Bericht "Spiegel"].

Ihr Sohn Reza Pahlavi (der Ex-Kronprinz, der oft als Symbolfigur der Proteste gilt) hat bereits in den Tagen zuvor mehrmals ähnliche Appelle an Armee, Sicherheitskräfte und Staatsbedienstete gerichtet – er forderte sie auf, sich dem Volk anzuschließen und nicht länger die Unterdrückung zu unterstützen.

Wie die "Frankfurter Allgemeine" berichtet, sollen sich immer mehr Iraner bewaffnet haben. Die Menschen vor Ort berichten, dass die Bürger in den Städten diesmal geeinter seien als bei früheren Aufständen. Die Lage wird also weiter eskalieren.

Die USA stehen auf der Seite der Demonstranten und warnen das Regime vor schweren Folgen

US-Präsident Donald Trump hat sich derweil in mehreren Truth-Social-Posts sehr deutlich zur Lage im Iran geäußert: Er ruft die iranischen Demonstranten ("Iranian Patriots") auf, weiter zu protestieren und ihre Institutionen zu übernehmen, mahnt sie, die Namen der Unterdrücker und Mörder zu notieren. Hilfe sei auf dem Wege, meint Trump.

Gleichzeitig hat die Trump-Administration alle geplanten Treffen mit iranischen Offiziellen abgesagt, solange die "sinnlosen Tötungen" von Protestierenden andauern. Trump deutet damit eine mögliche (auch militärische) Intervention an, falls das Regime weiter brutal vorgeht oder Hinrichtungen beginnt, ohne allerdings Details zu nennen.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Comments

"Schah-Witwe und ihr Sohn rufen aus dem Exil zum Widerstand auf"

Das nenne ich Feigheit und Rücksichtslosigkeit! Denn beide sitzen in ihrem Exil im sicheren Nest, feuern aber die Menschen im Iran zum Widerstand an, was für diese den Tod oder die Verhaftung inklusive Folter durch das Mullah-Regime bedeutet. Und das, damit der Schah-Sohn an die Macht kommen kann?!

Selbst ist die gesamte Schah-Familie einst geflüchtet, um dem Tod zu entkommen. Und jetzt schicken sie aber die Menschen vor, damit diese um den Preis ihres eigenen Lebens den Weg für deren Rückkehr freizumachen. Das kann man nicht begrüßen!

... kopiert die Regierung in Teheran nicht noch
das 'Modell Gaza' , aus dem letztem Jahr ...

Else Schrammen

14.01.2026 | 14:58

Und das alles geschieht im Namen Allahs? Oder vielleicht geht es doch nur um den Machterhalt der Mullahs? Und wo gibt es eine Reaktion in Deutschland? Hat sich unser Außenkanzler oder der Wadephul schon zu Wort gemeldet? Der sonst so redegewandte BuPrä? Die grünroten Politiker und NGOS? Dröhnendes Schweigen, weit und breit kein Wort! Die Mullahs lassen Tausende Zivilisten töten, auf offener Straße oder durch Hinrichtungen. Wenn Israel gegen die Terroristen der Hamas vorgeht, ertönet sofort das Protestgeschrei, im Iran schaut man weg! 

Waren es nicht die Westeuropäer die diesen Schurkenregime die Machtübernahme ermöglichten und die Täter schützten und  bis heute durchfüttern und aufrüsten. Ich denke da an den Rummel um Khomenis Aufendhalt in Frankreich und den Rummel um dessen Rückkehr und die deutschen Militärhilfen bis heute.

Die Perser haben dieses Regime und seine Methoden gewollt und nun müssen sie es ertragen. Uns geht das Ganze absolut nichts an.  

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.